Soltau ehrt jüdische Familie Lennhoff mit neuer Gedenkstätte und Stolpersteinen

Franjo Hande
Franjo Hande
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Ein Denkmal für Holocaust-Opfer steht auf einem Stadtplatz mit einem Baum davor, einem Topf mit einer Pflanze, verstreuten trockenen Blättern, Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.Franjo Hande

Soltau ehrt jüdische Familie Lennhoff mit neuer Gedenkstätte und Stolpersteinen

Soltau plant neue Wege, um die jüdische Familie Lennhoff und andere Opfer des Nationalsozialismus zu ehren. Der Stadtrat wird bald über einen gemeinsamen Antrag beraten, der die Schaffung einer Gedenkstätte sowie die Verlegung weiterer Stolpersteine vorsieht. Unterdessen bleibt die Umbenennung des Hindenburg-Stadions umstritten – ein Alternativvorschlag liegt nun auf dem Tisch.

Im November 2025 wurden in Soltau sieben Stolpersteine verlegt, um an Opfer des NS-Regimes zu erinnern. Darunter waren Selma Leiser (geborene Lennhoff) und Ida 'Henny' Lennhoff (geborene Rosenbach), die beide mit dem Haus Marktstraße 8 verbunden waren. Sechs weitere Steine ehrten ehemalige Bewohner eines anderen Gebäudes in der Stadt.

Nun ist vor dem ehemaligen Wohnhaus und Geschäft der Familie Lennhoff in der Marktstraße 8 eine neue Gedenkstätte geplant. Die Stadt wird eine Arbeitsgruppe finanzieren, die das Konzept erarbeitet und das Projekt umsetzt; die Fertigstellung ist für 2025 denkbar. Zudem soll die bereits in verschiedenen Publikationen dokumentierte Familiengeschichte in einem gesammelten Band neu aufgelegt werden.

In der kommenden Stadtratssitzung wird ein gemeinsamer Antrag von CDU, SPD, BU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen behandelt. Dieser zielt darauf ab, die Erinnerungskultur in Soltau – insbesondere an die Familie Lennhoff – zu stärken. Während das Hindenburg-Stadion nach der Sanierung seinen Namen behält, wird nun vorgeschlagen, stattdessen das Boehmewald-Stadion umzubenennen. Die meisten Fraktionen unterstützen diesen Schritt, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.

Die Gedenkstätte und das Stolpersteine-Projekt werden von der Stadt finanziert, mit möglichen Baubeginn 2025. Der Stadtrat wird entscheiden, ob das Boehmewald-Stadion einen neuen Namen erhält. Beide Initiativen sollen das Gedenken an Soltaus jüdische Geschichte und die Opfer der Verfolgung bewahren.

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