Gericht kippt Elon Musks 56-Milliarden-Vergütung bei Tesla als unfair

Elfie Ziegert
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Ein Plakat mit zwei Personen vor Bergen und Bäumen und dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."Elfie Ziegert

Gericht kippt Elon Musks 56-Milliarden-Vergütung bei Tesla als unfair

Ein Gericht im US-Bundesstaat Delaware hat den umstrittenen Vergütungsplan von Elon Musk mit Tesla aus dem Jahr 2018 für ungültig erklärt. Das Urteil bewertete das 55,8 Milliarden US-Dollar schwere Paket als unfair gegenüber dem Unternehmen und seinen Aktionären. Richterin Kathaleen McCormick stellte fest, dass Musks Einfluss und Interessenkonflikte die Genehmigung des Plans untergraben hätten.

Der Vergütungsplan war 2017 vom Tesla-Vorstand und den Aktionären gebilligt worden. Er sah für Musk bis zu 55,8 Milliarden US-Dollar in Aktienoptionen vor – vorausgesetzt, Tesla erreichte ehrgeizige Ziele bei der Marktkapitalisierung und den Finanzkennziffern. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg von etwa 20 US-Dollar (bereinigt nach der Aktiensplit) im Jahr 2017 auf rund 417 US-Dollar bis Ende Februar 2026 – ein Anstieg um das Mehr Als Zwanzigfache.

Das Delaware Court of Chancery urteilte, dass Musk als größter Tesla-Aktionär mit einem Anteil von 21,9 % übermäßige Kontrolle über das Geschäft ausgeübt habe. Die Richterin merkte an, dass unabhängige Direktoren den Plan nicht ordnungsgemäß geprüft hätten. Zudem stellte das Gericht fest, dass Teslas Einberufungsschrift wichtige Details über Musks frühe Verhandlungen zum Paket sowie Interessenkonflikte der Direktoren nicht offenlegt habe.

Musk hatte argumentiert, der Plan sei notwendig gewesen, um ihn als CEO zu halten. Das Gericht wies diese Behauptung zurück und stellte infrage, ob die gesetzten Meilensteine tatsächlich anspruchsvoll gewesen seien. Auch Musks Versuche, die Rückabwicklung der Vergütung zu blockieren, wurden abgewiesen.

Nach dem Urteil wies das Gericht beide Seiten an, über die Anwaltskosten für das Klägerteam zu verhandeln.

Dieses Urteil folgt auf eine frühere Vergütungsvereinbarung zwischen Tesla und Musk aus dem Jahr 2012, die ebenfalls Aktienoptionen an Leistungsziele knüpfte.

Die Entscheidung des Gerichts kündigt Musks Vergütungsplan von 2018 auf und bezeichnet ihn als unfair gegenüber Tesla. Das Urteil unterstreicht Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung und Transparenz bei Managergehältern. Als nächste Schritte stehen die Klärung der Prozesskosten sowie mögliche Anpassungen in Teslas Führungsstruktur an.

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