Kino International feiert Comeback – doch die Berlinale steht vor dem Kollaps

Franjo Hande
Franjo Hande
2 Min.
Asaduddin Owaisi, ein Mann mit einem weißen Bart und Turban, spricht in ein Mikrofon und trägt ein cremefarbenes Gewand und eine Brille, vor einem hölzernen Geländer gegen einen dunklen Hintergrund.Franjo Hande

Maria Schrader über Berlinale-Leitung: "Sie ist die Richtige" - Kino International feiert Comeback – doch die Berlinale steht vor dem Kollaps

Berlins legendäres Kino International hat nach 18 Monaten Sanierung offiziell wiedereröffnet. Die feierliche Wiedereröffnung markiert die Rückkehr des historischen Lichtspielhauses aus dem Jahr 1963 in die Kulturlandschaft der Stadt. Unterdessen steht die Berlinale unter wachsendem Druck: Bei einem entscheidenden Treffen heute wird über die Zukunft ihrer Direktorin, Tricia Tuttle, entschieden.

Die Neueröffnung des Kino International versammelte Filmschaffende, offizielle Vertreter und Gäste in dem denkmalgeschützten Kino. Das 1963 erbaute Haus gilt seit langem als Symbol für Berlins filmisches Erbe. Seine Restaurierung fällt in eine Zeit, in der sich die Filmcommunity der Stadt mit größeren Herausforderungen bei der Berlinale konfrontiert sieht.

Das Festival steht seit Jahren in der Kritik, insbesondere wegen seiner Finanzierung und politischen Haltung. Kritiker, darunter pro-palästinensische Gruppen und EU-Beobachter, werfen ihm vor, sich dem Einfluss des deutschen Staates zu beugen. Diese Kontroversen führten 2024 zu teilweisen Kürzungen der Fördergelder und Forderungen nach größerer programmatischer Unabhängigkeit. Boykotte und hitzige Debatten folgten und spitzten sich 2025 weiter zu.

Mittendrin in der Krise hat sich Maria Schrader, eine prägende Figur des deutschen Kinos, öffentlich hinter Tricia Tuttle gestellt. Schrader lobte Tuttles Führung und berief sich dabei auf eigene Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit ihr. Gleichzeitig rief sie Politiker dazu auf, die Autonomie des Festivals zu wahren und Tuttle im Amt zu halten. Schrader betonte, es gelte, Antisemitismus von legitimer Kritik an Israels Militäroperationen zu trennen, und forderte eine offene Debatte innerhalb der gesetzlichen Grenzen.

Tuttle hat deutlich gemacht, dass sie in ihrer Position bleiben will. Doch das heutige Treffen des Aufsichtsrats wird entscheiden, ob sie ihre Stelle behält. Die Beratungen folgen auf monatelange Streitigkeiten über den Umgang der Berlinale mit dem Nahostkonflikt und ihre künstlerische Ausrichtung.

Die Rückkehr des Kino International unterstreicht Berlins lebendige Filmkultur. Doch die Zukunft der Berlinale bleibt ungewiss, während heute über Tuttles Führung abgestimmt wird. Das Ergebnis wird mitbestimmen, wie das Festival in den kommenden Jahren künstlerische Freiheit, politische Einflüsse und seinen weltweiten Ruf in Einklang bringt.

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