Forschungsprojekt TOWEWA will Wasserstoff-Lieferketten revolutionieren und Energieverluste minimieren

Grzegorz Loos
Grzegorz Loos
2 Min.
Eine Tortengrafik, die den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe, mit begleitendem Text.Grzegorz Loos

Forschungsprojekt TOWEWA will Wasserstoff-Lieferketten revolutionieren und Energieverluste minimieren

Neues Forschungsprojekt sucht nach Wegen, die Lieferketten für Wasserstoff (LH₂) energieeffizienter zu gestalten

Das Projekt TOWEWA, gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), vereint Universitäten und führende Industriepartner, um Energieverluste in der Produktion, Lagerung und im Transport von Wasserstoff zu verringern. Bisherige Verfahren sind oft mit hohen Energieverlusten verbunden – bedingt durch die extrem niedrigen Temperaturen und die technischen Herausforderungen bei der Handhabung von LH₂.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette von Wasserstoff. Die Technische Universität Braunschweig untersucht etwa, wie ungenutzte kryogene Energie bei der Regasifizierung zurückgewonnen werden kann, und verfeinert gleichzeitig Verfahren der Elektrolyse und Verflüssigung. Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und das Unternehmen TLK-Thermo GmbH entwickeln thermodynamische Modelle und wirtschaftliche Bewertungsmethoden, um Verluste weiter zu reduzern.

Wasserstoff bietet gegenüber komprimiertem Gas Vorteile: Er speichert mehr Energie auf weniger Raum und ist von hoher Reinheit. Dennoch wird sein volles Potenzial bisher kaum ausgeschöpft – wegen der noch geringen technologischen Reife und der Schwierigkeiten, die Lagerung bei minus 253 Grad Celsius aufrechtzuerhalten. Das Projektteam will dies ändern, indem es neue Simulationswerkzeuge entwickelt, um gesamte Systeme ganzheitlich zu analysieren.

Neben der Grundlagenforschung werden auch praktische Anwendungen erprobt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Antriebstechnik für Kleinflugzeuge, wo die bedarfsgerechte Produktion von LH₂ an Regionalflughäfen eine sauberere Luftfahrt ermöglichen könnte. Bis 2026 stoßen zwölf weitere Partner zu dem Konsortium – darunter Linde, Thyssenkrupp, Siemens Energy und Cavotec –, um die gesamte Kette abzudecken: von der Elektrolyse und Verflüssigung über den maritimen Transport bis hin zur Betankung in Deutschland, den Niederlanden und der Nordseeregion.

Das TOWEWA-Netzwerk plant den Aufbau einer Modellbibliothek, die Wasserstoff-Ketten sowohl thermodynamisch als auch wirtschaftlich abbildet und bewertet. Dies könnte zu effizienterer Lagerung, effizienterem Transport und einer breiteren industriellen sowie mobilen Nutzung von Wasserstoff führen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie könnten die Ergebnisse in den kommenden Jahren den Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur mit minimalen Verlusten vorantreiben.

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