Jungheinrich schließt Lüneburger Staplerwerk – 160 Jobs fallen bis 2027 weg

Franjo Hande
Franjo Hande
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Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Die gegenwärtige Industrielle Situation" auf schwarzem Hintergrund.Franjo Hande

Jungheinrich schließt Produktion in Lüneburg - Jungheinrich schließt Lüneburger Staplerwerk – 160 Jobs fallen bis 2027 weg

Jungheinrich schließt Staplerwerk in Lüneburg bis März 2027 – 160 Arbeitsplätze fallen weg

Der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich wird sein Staplerwerk in Lüneburg bis März 2027 schließen und die Produktion am Standort einstellen. Die Entscheidung folgt auf monatelange Verhandlungen und einen 80-tägigen Arbeitskampf. Rund 160 Beschäftigte verlieren ihre Jobs, wenn auch einige Sozialmaßnahmen vereinbart wurden.

Das Werk in Lüneburg war 1989 mit einer Investition von 12 Millionen D-Mark eröffnet worden und spezialisierte sich auf kundenindividuelle und kleinseriengefertigte Stapler nach spezifischen Auftragsvorgaben. Trotz der Rentabilität des Standorts hat das Unternehmen beschlossen, die Kernproduktion schrittweise auszulaufen, während 125 Arbeitsplätze in den Bereichen Konstruktion und Verwaltung Arbeitsagentur vor Ort erhalten bleiben.

Bereits im vergangenen Sommer hatte Jungheinrich ein globales Sparprogramm gestartet, das rund 1.000 Stellenstreichungen vorsieht. Die Schließung in Lüneburg passt in diese Strategie, auch wenn noch unklar ist, wie viele der betroffenen Beschäftigten über die geplante Transfergesellschaft eine neue Anstellung finden werden. Den Betroffenen werden Abfindungen angeboten.

Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte den Schritt scharf und bezeichnete es als Fehler, einen profitablen Produktionsstandort aufzugeben. Das Unternehmen jedoch verzeichnete 2024 einen Gewinn von 289 Millionen Euro und strebt an, den Umsatz bis 2030 auf 10 Milliarden Euro zu verdoppeln.

Mit der Werksschließung endet fast vier Jahrzehnte Staplerproduktion in Lüneburg. Die Beschäftigten erhalten Abfindungen und Unterstützung beim Berufsübergang, doch die langfristigen Perspektiven für die 160 betroffenen Mitarbeiter bleiben ungewiss. Die Produktion wird bis März 2027 vollständig eingestellt – übrig bleiben nur noch administrative und konstruktive Funktionen am Standort.

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