Drei niedersächsische Städte führen waffenfreie Zonen gegen Gewalt ein

Grzegorz Loos
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Ein Plakat mit der Aufschrift "Präsident Bidens Strategie zur Prävention von Waffengewalt" vor einer Stadtkulisse mit Gebäuden und Bäumen.Grzegorz Loos

Drei niedersächsische Städte führen waffenfreie Zonen gegen Gewalt ein

Drei Städte in Niedersachsen haben waffenfreie Zonen eingeführt, um öffentliche Gewalt und Kriminalität einzudämmen. Wolfsburg, Braunschweig und Goslar verbieten nun in ausgewiesenen Bereichen das Mitführen bestimmter gefährlicher Gegenstände. Die Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen, doch die genauen Regelungen unterscheiden sich leicht von Ort zu Ort.

Goslar zog als Erste nach und richtete im Juni vergangenen Jahres eine solche Zone um den Hauptbahnhofsbereich und angrenzende Straßen ein. Die Beschränkungen gelten täglich, allerdings dürfen Privatpersonen verbotene Gegenstände transportieren, sofern diese sicher verpackt sind – in Goslar zusätzlich mit Kaufbeleg.

Braunschweig folgte mit weitergehenden Einschränkungen, die jedoch nur nachts – von 20 bis 6 Uhr – für große Teile der Innenstadt gelten. Wolfsburgs Zone, die seit dem 1. Januar 2025 in Kraft ist, umfasst das Gebiet "Nordkopf", einschließlich des Zentralbahnhofs und des Hauptbusbahnhofs.

In allen drei Zonen sind Schusswaffen, Messer mit Klingen über einer bestimmten Länge, Schlagstöcke und andere Gegenstände, die schwere Verletzungen verursachen können, verboten. Pfeffersprays und Tierabwehrsprays bleiben jedoch erlaubt, sofern sie rechtlich nicht als Waffen eingestuft werden. Ausnahmen gelten für Rettungskräfte, Handwerker:innen und Lieferdienstmitarbeiter:innen, die Werkzeuge oder Messer für ihre berufliche Tätigkeit benötigen.

Die Polizei in diesen Zonen hat erweiterte Befugnisse: Sie darf ohne konkreten Verdacht stichprobenartige Kontrollen durchführen. Beamte können Taschen, Rucksäcke oder Kleidung nach verbotenen Gegenständen durchsuchen. Verstöße werden hart bestraft: In Braunschweig drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro, in Goslar und Wolfsburg bis zu 5.000 Euro.

Die neuen Regelungen geben den Behörden mehr Kontrolle über die öffentliche Sicherheit in Risikogebieten. Zwar liegen die Kriminalstatistiken für 2024 noch nicht vor, doch die Auswirkungen der Maßnahmen werden genau beobachtet. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen – ein deutliches Signal für die Ernsthaftigkeit der Initiative.

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