Agroforstwirtschaft soll Niedersachsens belastete Böden und Artenvielfalt retten
Agroforstwirtschaft soll Niedersachsens belastete Böden und Artenvielfalt retten
Niedersachsen steht vor wachsenden Umweltbelastungen durch intensive Landwirtschaft
Hohe Nitratbelastung, Bodenerosion und der Rückgang der biologischen Vielfalt entwickeln sich zu zentralen Problemen. Nun wird Agroforstwirtschaft – ein System, das Bäume, Sträucher und Ackerbau kombiniert – als mögliche Lösung für diese Herausforderungen beworben.
Der Ansatz könnte fast das gesamte Ackerland der Region verändern, wobei fast ein Drittel davon mehrfache Vorteile bringen könnte. Wie aus einer Pressemitteilung vom Januar 2026 hervorgeht, sind Fördermittel für bis zu 6.750 Hektar neuer Gehölzstreifen vorgesehen. Bis Mitte 2025 könnten so insgesamt 67.500 Hektar unter Agroforstwirtschafts-Projekte fallen.
Die intensive Landwirtschaft in Niedersachsen hat der Umwelt schwer zugesetzt: Hohe Nitrat- und Pestizidwerte belasten Böden und Gewässer, während Artenverlust und Erosion die Fruchtbarkeit der Äcker mindern. Geschützte Gebiete und gepachtetes Land erschweren es Landwirt:innen jedoch, auf Agroforstwirtschaft umzustellen.
Die Methode funktioniert, indem Gehölzstreifen überschüssige Nährstoffe aufnehmen und so die Nitratbelastung in Böden, Grundwasser und Flüssen verringern. Gleichzeitig verhindern sie Abschwemmungen und verbessern die Wasserqualität. Darüber hinaus fördert die Agroforstwirtschaft die Artenvielfalt, da sie Lebensräume für Laufkäfer, Schmetterlinge und Vögel schafft.
Besonders profitieren könnten erosionsgefährdete Flächen, strukturschwache Böden und Äcker, die extremen Temperaturen ausgesetzt sind. Im Süden Niedersachsens, wo die Sommer heißer werden, bieten Bäume und Sträucher Schatten und schaffen kühlere Mikroklimata – das hilft Nutzpflanzen und Weidetieren, Hitzestress besser zu bewältigen.
Die vielfältigen Landschaften Niedersachsens – vom Harz bis zum Wattenmeer – erhöhen das Potenzial weiter. Wälder, Moore und Heiden beherbergen bereits artenreiche Ökosysteme. Die Agroforstwirtschaft könnte diese Vorteile verstärken, indem sie Landwirtschaft mit der Renaturierung natürlicher Lebensräume verbindet.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Kohlenstoffspeicherung: Bäume und Sträucher binden CO₂ und tragen so zur Klimaresilienz bei. Gleichzeitig stärkt das System den Boden- und Wasserschutz und macht Ackerflächen langfristig nachhaltiger.
Obwohl genaue Zahlen zur aktuellen Verbreitung der Agroforstwirtschaft fehlen, deuten die Förderpläne auf starke politische Unterstützung hin. Die Ankündigung für 2026 zielt auf Tausende Hektar neuer Gehölzflächen ab, um die bewaldeten Bereiche auf den Feldern der Region auszuweiten.
Die Agroforstwirtschaft bietet Niedersachsen eine Chance, die Umweltfolgen der Landwirtschaft zu mildern. Durch die Integration von Bäumen und Sträuchern reduziert das System Schadstoffe, schützt den Boden und fördert die Tierwelt. Bei flächendeckender Einführung könnte es fast ein Drittel des Ackerlands umgestalten – zum Vorteil für Ökologie und landwirtschaftliche Widerstandsfähigkeit.
Die geplante Förderung von 6.750 Hektar Gehölzstreifen ist ein erster Schritt. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, Hürden wie Pachtverträge und Auflagen in Schutzgebieten zu überwinden.
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