ESA modernisiert Weltraumschrott-Überwachung mit neuem MASTER-Modell und OKAPI:Orbits

Magdalena Hertrampf
Magdalena Hertrampf
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Eine Diagramm einer Weltraumstation mit verbundenen Elementen einschließlich eines Satelliten, einer Satellitenschüssel, eines Gebäudes, eines Fahrzeugs, eines Laptops und anderer Gegenstände, die mit "Satelliten-Gefahren und Gefahren" beschriftet sind.Magdalena Hertrampf

ESA modernisiert Weltraumschrott-Überwachung mit neuem MASTER-Modell und OKAPI:Orbits

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat OKAPI:Orbits mit der Modernisierung ihres Systems zur Verfolgung von Weltraumschrott beauftragt. Im Rahmen des Projekts entsteht die nächste Generation des MASTER-Modells, das Hunderttausende Trümmerteile in der Umlaufbahn überwacht. Ziel ist es, künftige Weltraummissionen sicherer und nachhaltiger zu gestalten.

An der Zusammenarbeit beteiligt ist die Technische Universität Braunschweig, die seit Jahrzehnten auf die Erforschung von Weltraumschrott spezialisiert ist. Gemeinsam sollen die Genauigkeit und Rechengeschwindigkeit des Modells verbessert werden, um der wachsenden Komplexität des Weltraumverkehrs gerecht zu werden.

OKAPI:Orbits, ein Spin-off der TU Braunschweig, leitet das Projekt in enger Abstimmung mit dem Institut für Raumfahrtsysteme der Universität. Die Aufgabe besteht darin, das MASTER-Modell durch die Integration neuer und historischer Daten zu Weltraumtrümmern zu aktualisieren. Dadurch sollen künftige Missionen besser geplant und betrieben werden können.

Das überarbeitete Modell wird unterschiedliche Größen und Formen von Trümmern berücksichtigen und damit Veränderungen in den Materialien von Raumfahrzeugen abbilden. Zudem wird die Rechenleistung gesteigert, um die steigende Zahl der überwachten Objekte zu bewältigen. Aktuell stellt MASTER sicher, dass das Kollisionsrisiko mit Trümmern größer als ein Zentimeter über die gesamte Lebensdauer eines Raumfahrzeugs bei unter 1 zu 1.000 liegt.

Die Aufrüstung unterstützt die ESA-Initiative "Zero Debris", die bis 2030 einen Netto-Anstieg von Weltraumschrott durch ihre Missionen verhindern soll. Im Rahmen des Projekts wird OKAPI:Orbits seine Lösungen auch für kommerzielle und institutionelle Kunden weltweit ausbauen.

Das verbesserte MASTER-Modell ermöglicht eine präzisere Verfolgung von Weltraumschrott und verringert so das Kollisionsrisiko für Satelliten und Missionen. Die Partnerschaft zwischen OKAPI:Orbits und der TU Braunschweig vereint akademisches Fachwissen mit industrieller Innovation. Die Ergebnisse dürften in den kommenden Jahren zu sichereren und effizienteren Weltraumoperationen beitragen.

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