Niedersachsen will Gastronomie mit digitalen Kassen und Zahlungspflicht reformieren
Grzegorz LoosNiedersachsen fordert digitale Zahlungsmöglichkeit in Restaurants - Niedersachsen will Gastronomie mit digitalen Kassen und Zahlungspflicht reformieren
Niedersachsen drängt auf schärfere Steuerregeln in der Gastronomie
Das Bundesland setzt sich dafür ein, dass Restaurants mindestens eine digitale Zahlungsmethode anbieten müssen, um Steuerhinterziehung einzudämmen. Ein vorgeschlagenes elektronisches Kassensystem soll zudem Transaktionen lückenlos erfassen.
Die Pläne wurden am 17. Oktober 2025 im Bundesrat vorgestellt. Finanzminister Gerald Heere betonte, dass eine bessere Steuerkonformität in der Gastronomie längst überfällig sei. Digitale Zahlungen erschwerten es, Einnahmen zu verschleiern, so der Minister.
Falls die Reform beschlossen wird, würden die Steuerausfälle für die Länder zwischen 2026 und 2030 voraussichtlich rund 800 Millionen Euro betragen – bedingt durch Steuersenkungen im Sektor, die jedoch durch eine höhere Ehrlichkeit bei der Meldung von Einnahmen ausgeglichen werden sollen. Neben der Pflicht zu digitalen Zahlungen soll ein verbindliches Kassensystem alle Umsätze automatisch erfassen. Der Bundesrat prüft nun, ob die Maßnahmen eingeführt werden. Befürworter argumentieren, sie würden Schlupflöcher schließen, während Kritiker vor zusätzlichen Belastungen für kleine Betriebe warnen.
Ziel der Vorhaben ist es, die Steuererhebung in der Gastronomie zu modernisieren. Digitale Bezahlsysteme und elektronische Kassen sollen Steuerhinterziehung erschweren. Die endgültige Entscheidung liegt nach weiteren Beratungen beim Bundesrat.






