16 January 2026, 18:26

Göttingen schafft bezahlbaren Wohnraum durch kluge Innenentwicklung statt Flächenfraß

Eine detaillierte Schwarz-Weiß-Karte von Göttingen, Deutschland, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Textanmerkungen zeigt.

Göttingen schafft bezahlbaren Wohnraum durch kluge Innenentwicklung statt Flächenfraß

Göttingen geht den Wohnungsmangel mit einem Fokus auf die Innenentwicklung an. Die Stadt setzt darauf, durch bessere Nutzung bestehender Flächen mehr bezahlbaren und seniorengerechten Wohnraum zu schaffen. Aktuell laufen neue Projekte und Beratungsangebote, um die wachsende Nachfrage zu decken – ohne dabei auf landwirtschaftliche Flächen auszuweichen.

Kern der Strategie ist die Verdichtung und Nachnutzung bereits bebauter Gebiete statt der Erschließung von Freiflächen. Mehrere zentrale Vorhaben sind bereits in Planung oder Umsetzung, darunter das ehemalige Geländes des Unternehmens Huthamaki, der Nikolausberger Weg, das IWF-Areal, das Gothaer-Gelände und das Grüne Zentrum Ebertal. Insgesamt sollen hier rund 1.390 neue Wohneinheiten entstehen.

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Weitere Baugebiete sind in Lange Rekesweg, im Europa-Quartier, Auf der Lieth, in Groß Ellershausen und Roringen vorgesehen. Sie bieten Platz für etwa 1.240 zusätzliche Wohnungen. Die Stadt räumt jedoch ein, dass dies den künftigen Bedarf noch nicht vollständig decken wird.

Um die Maßnahmen zu unterstützen, bietet die Göttinger Wohnungsbauagentur nun kostenlose Beratungen für Eigentümer an. Dabei geht es um Möglichkeiten, durch Umbauten oder gemeinschaftliche Nutzungsmodelle zusätzlichen Wohnraum zu schaffen – inklusive praktischer, finanzieller und sozialer Aspekte. Parallel arbeitet die Stadt an einem "Innenentwicklungskonzept" mit dem Arbeitstitel Besser bauen in der Mitte – Eine Strategie für die Innenentwicklung der Stadt Göttingen. Ziel ist es, den Flächenverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig demografischen Wandel sowie dem angespannten Wohnungsmarkt gerecht zu werden.

Die neuen Maßnahmen setzen auf nachhaltiges Wachstum durch die Wiederverwendung urbaner Flächen statt der Neuerschließung von Grünflächen. Mit laufenden Beratungen und mehreren Projekten in der Pipeline erhofft sich die Stadt eine Entlastung des Wohnungsmarkts bei gleichzeitiger Schonung landwirtschaftlicher Gebiete. Die Strategie wird sich weiterentwickeln, da die Nachfrage nach bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum weiterhin steigt.