Wie das deutsche Fernsehprogramm Wetter und Bahn-Chaos zur Primetime macht
Wie das deutsche Fernsehprogramm Wetter und Bahn-Chaos zur Primetime macht
Deutsches Fernsehen verändert seine Wetterberichterstattung – mit mehr Sendezeit für Vorhersagen und Klimathemen. Doch die Umstellung hat auch einen ungewöhnlichen Nebeneffekt: Immer öfter zeigen Sender Bilder von Menschen, die auf verspätete Züge starren. Gleichzeitig verschärft sich die Debatte über Rundfunkgebühren und Programmqualität, nachdem die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) kürzlich eine Empfehlung abgegeben hat.
Die Ausweitung der Wetterformate kommt beim Publikum gut an, besonders in Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern. Dort erreichen die Wettersegmente des NDR mitunter die Hälfte aller Zuschauer. Der Trend passt in eine breitere Klimaberichterstattung – die ARD erwägt sogar ein tägliches Vorabformat vor der Tagesschau mit dem Titel „Klima vor acht“.
Der alte Slogan der Deutschen Bahn „Alle reden vom Wetter. Wir nicht.“ wirkt heute wie aus der Zeit gefallen. Zugverspätungen sind so allgegenwärtig, dass sich ein neues TV-Subgenre entwickelt hat: Aufnahmen von Fahrgästen, die verzweifelt auf die Anzeigetafeln blicken. Selbst eine aktuelle Konferenz zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde davon beeinträchtigt – viele Teilnehmer kamen wegen Bahnproblemen gar nicht erst in der Evangelischen Akademie Loccum an.
KEF-Chef Martin Detzel schlug kürzlich eine geringere Erhöhung der Rundfunkgebühren vor als erwartet. Seine Ankündigung löste eine angespannte Reaktion bei Heike Raab (SPD) und Rainer Robra (CDU) aus, die ihre Unzufriedenheit kaum verbergen konnten. Robra kritisierte später, die Öffentlich-Rechtlichen würden zu viel Inhalt produzieren – über 8.000 Programmminuten jährlich seien übertrieben. Sabrina Nennstiel, Leiterin der Medienorientierung bei der Landesanstalt für Medien NRW, muss nun die politischen Folgen managen, während die Fragen zur Medienpolitik und Finanzierung immer drängender werden.
Trotz der Kontroversen betonen Experten, dass Journalismus in Deutschland zensurfrei bleibe. Die Diskussion, so die Argumentation, solle sich auf Qualität konzentrieren – nicht auf dünne Inhalte –, angesichts veränderter Zuschauerbedürfnisse und wachsender Klimasorgen.
Die Veränderungen in der Wetterberichterstattung spiegeln einen größeren Wandel im deutschen Medienland wider: Klimathemen und die Misere im Nahverkehr prägen zunehmend die Programme. Mit der KEF-Empfehlung als Zündfunke für politische Spannungen stehen die Sender vor der Herausforderung, Publikumserwartungen und finanzielle Zwänge in Einklang zu bringen. Wie sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen in den kommenden Jahren entwickelt, wird maßgeblich von diesen Weichenstellungen abhängen.
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