15 January 2026, 17:58

Schloss Salder wird nach 400 Jahren erstmals barrierefrei zugänglich

Ein altes Gebäude mit einer hölzernen Tür und einem Schild, das einen Brunnen mit zwei Hähnen und eine Tafel zeigt, die wahrscheinlich ein öffentliches WC anzeigt, mit dem Boden unten.

Schloss Salder wird nach 400 Jahren erstmals barrierefrei zugänglich

Salzgitter plant barrierefreien Zugang zu Schloss Salder – erstmals in 400 Jahren

Die Stadt Salzgitter hat Pläne bekannt gegeben, Schloss Salder erstmals in seiner 400-jährigen Geschichte vollständig barrierefrei zugänglich zu machen. Rund 1,123 Millionen Euro soll die Installation eines Aufzugs kosten, der Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen sowie Familien mit Kinderwagen die Erkundung des gesamten Gebäudes ermöglichen soll. Eine endgültige Entscheidung über das Projekt trifft der Stadtrat Ende dieses Monats.

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Das 1608 erbaute Schloss Salder ist derzeit aufgrund seiner rein treppenbasierten Architektur nicht barrierefrei. Die geplante Lösung sieht vor, an der Nordost-Giebelseite einen Aufzug anzubringen, der über einen abgedichteten Kellereingang betrieben wird, um Veränderungen an der historischen Fassade so gering wie möglich zu halten. Ein maschinenraumloses System soll größere bauliche Eingriffe vermeiden.

Im Inneren des Schlosses sind Umbaumaßnahmen nötig, darunter die Verlegung von Ausstellungen und Sanitäranlagen. Bei einer Genehmigung sollen die Ingenieurverträge für Aufzug und tragende Konstruktion ausgeschrieben werden. Mit dem Baubeginn ist jedoch frühestens Ende 2026 oder Anfang 2027 zu rechnen. Der Stadtrat wird die Pläne in seiner Sitzung am 27. Januar 2023 beraten und abstimmen.

Der Aufzug würde vom Keller bis zum ersten Dachgeschoss alle Ebenen von Schloss Salder erschließen und damit das gesamte Gebäude für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Umsetzung des Projekts wäre ein historischer Schritt für das Baudenkmal – ein Meilenstein für mehr Inklusion bei gleichzeitiger Bewahrung des architektonischen Erbes.