14 January 2026, 14:41

Tödlicher Hundebiss in Brockdorf: American Bulldog unter dringendem Verdacht

Ein Bulldogge sitzt auf einem Tisch vor einem schwarzen Hintergrund, mit aufmerksamen Augen, leicht geöffnetem Mund, aufgestellten Ohren und einer eingerollten Rute.

Bulldogge tötet Besitzer - Landkreis: Hund war zuvor nicht bekannt - Tödlicher Hundebiss in Brockdorf: American Bulldog unter dringendem Verdacht

33-Jähriger aus Lohne tot in Brockdorf aufgefunden – sein American Express Bulldog unter Verdacht

Ein 33-jähriger Mann aus Lohne wurde am 8. Januar 2026 tot in einem Graben an der Straße An der Querlenburg in Brockdorf entdeckt. Sein American Express Bulldog, der bisher keine Vorfälle von Aggression gegenüber Menschen vorzuweisen hatte, steht unter dem Verdacht, ihn durch Bisse tödlich verletzt zu haben. Das Tier befindet sich weiterhin in behördlicher Obhut, während die Ermittler die Umstände des Angriffs aufklären.

Der Mann wies schwere Gesichtsverletzungen auf, die auf einen gewaltsamen Kampf mit dem Hund hindeuten. Als Rettungskräfte eintrafen, weigerte sich das Tier, die Seite seines Besitzers zu verlassen, und zeigte aggressives Verhalten gegenüber der Polizei. Eine am 12. Januar durchgeführte Obduktion bestätigte, dass die Verletzungen mit einer körperlichen Auseinandersetzung vereinbar sind.

Der American Express Bulldog galt vor diesem Vorfall nicht als gefährlich für Menschen. Zwar hatte er im November 2023 eine Katze angegriffen, doch dieser einzelne Zwischenfall führte nicht zu einer offiziellen Überprüfung nach dem Niedersächsischen Hundegesetz. Das Gesetz in der Region setzt auf individuelle Risikobewertungen statt auf pauschale Verbote bestimmter Rassen.

Aktuell wird der Hund in einer Tierschutz-Einrichtung vom Veterinäramt des Landkreises Vechta untergebracht. Sein weiteres Schicksal hängt von einem anstehenden Wesenstest und einer tierärztlichen Einschätzung seiner potenziellen Gefährlichkeit ab. Bei Bestehen der Prüfungen wäre eine Vermittlung denkbar – allerdings nur mit einer Sondergenehmigung. Sollten Fachleute das Tier weiterhin als Bedrohung einstufen und weitere Maßnahmen als aussichtslos betrachten, könnte auch eine Euthanasie in Betracht kommen.

Die Ermittlungen zum Tod des Mannes laufen noch; die endgültigen Ergebnisse der Obduktion und der tierärztlichen Begutachtung stehen aus. Über das weitere Vorgehen mit dem Hund wird nach Abschluss der Untersuchungen im Rahmen der gesetzlichen Regelungen für gefährliche Tiere in Niedersachsen entschieden.

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