Stefan Störmer bleibt trotz interner Kritik an der Spitze der GEW Niedersachsen
Grzegorz LoosWiedergewählt trotz Kritik: Bildungsgewerkschafter Störmer erneut an der Spitze - Stefan Störmer bleibt trotz interner Kritik an der Spitze der GEW Niedersachsen
Stefan Störmer bleibt auch in den kommenden Jahren Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Niedersachsen. Im Januar 2026 bestätigten ihn fast 77 Prozent der Delegierten in seinem Amt. Bereits bei seiner ersten Wahl im Oktober 2023 hatte er mit 89,6 Prozent der Stimmen eine deutliche Mehrheit erhalten.
Störmer, Mitglied der SPD, steht der Gewerkschaft seit Mai 2022 vor. Beruflich unterrichtet er Deutsch und Biologie an einer integrierten Gesamtschule in Oldenburg. Die GEW vertritt in der Region rund 30.000 Mitglieder, darunter Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.
Vor der Abstimmung waren jedoch interne Kritikpunkte bekannt geworden. Sowohl Mitglieder des Landesvorstands als auch Basisgruppen äußerten Vorbehalte gegen seine Führung. Kritisiert wurden unter anderem mangelnde Transparenz in Finanzfragen, eine unzureichende Konfliktlösung in Personalangelegenheiten sowie ein als zu autoritär empfundener Führungsstil. Trotz dieser Einwände zeigt Störmers Wiederwahl, dass er weiterhin über die Unterstützung der Mehrheit der Delegierten verfügt.
Das Ergebnis unterstreicht, dass Störmer für die GEW Niedersachsen nach wie vor die erste Wahl ist. Seine zweite Amtszeit beginnt in einer Phase andauernder Debatten über die interne Governance und Transparenz der Gewerkschaft. Die Organisation geht damit mit ihrer bewährten Führung in die nächsten Jahre.






