Gegensätzliche Kundgebungen in Osnabrück eskalieren mit Festnahmen und Verletzten
Magdalena HertrampfGegensätzliche Kundgebungen in Osnabrück eskalieren mit Festnahmen und Verletzten
In der Osnabrücker Innenstadt fanden am Dienstagabend zwei gegensätzliche Kundgebungen statt. Rund 90 Menschen versammelten sich auf dem Marktplatz vor dem Rathaus, um an den Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel zu erinnern. Gleichzeitig hielt eine separate Gruppe von etwa 60 Teilnehmenden in der Nähe auf dem Theaterplatz eine Gegenkundgebung ab.
Die Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz begann friedlich. Doch ein Mann störte die Schweigeminute und griff dabei Polizeibeamte an. Ein Beamter erlitt bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen.
Die Polizei schritt schnell ein und nahm zwei Männer aus der prorpalästinensischen Versammlung vorläufig fest. Eine weitere Person, die nicht Teil der Gedenkveranstaltung war, wurde nach ihrem Auftauchen auf dem Marktplatz zum Bereich der Gegenkundgebung verwiesen. Gegen sie erließ die Polizei zudem ein Platzverbot. Es wurden Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und weiterer Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Nach Abschluss der Veranstaltung und den notwendigen Maßnahmen wurden beide festgenommenen Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.
Beide Kundgebungen verliefen unter starkem Polizeiaufgebot. Ein Beamter erlitt bei den Zwischenfällen eine leichte Verletzung, zwei Personen wurden vorübergehend festgenommen. Die Behörden bestätigten, dass alle Festgenommenen nach Klärung der Lage wieder entlassen wurden.






