Protest gegen das 120-Millionen-Projekt: Wem gehört das „Haus der Musik“ in Braunschweig wirklich?
Protest gegen das 120-Millionen-Projekt: Wem gehört das „Haus der Musik“ in Braunschweig wirklich?
Ein finanzielles „Wunderkästchen“? Protest gegen die Pläne für das „Haus der Musik“
Vorspann Die Jugendorganisationen von Bündnis 90/Die Grünen und der FDP sowie der AStA der TU Braunschweig kündigen eine Kundgebung für den Montag vor der Ratsentscheidung an.
Veröffentlichungsdatum 5. Dezember 2025, 16:25 Uhr
Stichwörter Finanzen, Wirtschaft, Politik, Allgemeine Nachrichten
Artikeltext Am Montag, den 8. Dezember, findet am Schlossplatz in Braunschweig eine Demonstration gegen das geplante „Haus der Musik“ statt. Die von Jugend- und Studierendenverbänden organisierte Protestaktion erfolgt einen Tag vor der Abstimmung des Stadtrats über das Projekt. Kritiker werfen dem aktuellen Plan vor, der mit 120 Millionen Euro veranschlagt ist, mangle es an Transparenz, demokratischer Kontrolle und angemessener Beteiligung junger Menschen.
Die unter dem Motto „Das Haus der Musik gehört uns allen“ stehende Kundgebung wird von der Grünen Jugend Braunschweig, den Jungen Liberalen Braunschweig und dem AStA der TU Braunschweig angeführt. Die Gruppen lehnen nicht grundsätzlich ein Musikzentrum ab, wehren sich aber gegen die aktuelle Ausgestaltung. Zu den Hauptkritikpunkten zählen unzuverlässige Kostenschätzungen, unklare finanzielle Risiken sowie ein Entwurf, der keinen offenen, jugendgerechten Raum schafft.
Das Projekt entsteht in einer Public-Private-Partnership zwischen der Stadt und dem privaten Unternehmen New Yorker SE, das eine gemeinnützige Stiftung für Bau und Betrieb der Einrichtung gründet. Braunschweig steuert 49 Prozent des Stiftungskapitals bei, zusätzlich zu Investitionszuschüssen und jährlichen Subventionen für den Konzertbetrieb. Doch Kritiker wie Lukas Kamm von den Jungen Liberalen monieren, dass die öffentliche Finanzierung ohne ausreichende kommunale Steuerung erfolge.
Jonas Wolf von der Grünen Jugend Braunschweig betont, dass Musikstudierende, der Jugendrat und andere junge Vertreter:innen in den Entscheidungsgremien nicht gehört würden. Zudem werde das Konzept des „Dritten Orts“ vorgeworfen, kommerzielle Interessen über Zugänglichkeit zu stellen. Da der Stadtrat am Dienstag über das Vorhaben abstimmt, fordern die Protestierenden eine überarbeitete, transparente Planung – bevor es eine Zustimmung gibt.
Der Rat entscheidet in der kommenden Woche über den Verwaltungsvorschlag. Bei einer Genehmigung drohen Braunschweig langfristige finanzielle Verpflichtungen, darunter mögliche jährliche Kosten in Millionenhöhe. Die Demonstrant:innen bestehen darauf, dass ein endgültiger Plan Kostentransparenz, demokratische Mitsprache und echte Jugendbeteiligung garantieren muss.
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