Mainzer Karneval startet mit Traditionen und neuen Sicherheitsregeln in die Session
Mainzer Karneval startet mit Traditionen und neuen Sicherheitsregeln in die Session
Mainz startet mit Tradition und Kontroversen in die Faschingsaison
Am 11. November hat Mainz die Faschingsfeierlichkeiten mit einer Mischung aus Brauchtum und Streitpunkten eröffnet. Rund 9.000 Narren versammelten sich am Schillerplatz zu der vom Mainzer Carneval-Verein (MCV) organisierten Veranstaltung. In diesem Jahr gab es neue Sicherheitsvorkehrungen, darunter ein Ticket-System und Besucherobergrenzen, die auf Kritik stießen.
Der Auftakt erfolgte punkt 11:11 Uhr, als Oberbürgermeister Nino Haase die Menge begrüßte und offiziell die Karnevalssaison eröffnete. Angesichts globaler Konflikte rief er zu Frieden auf und betonte Zusammenhalt statt Spaltung. Anschließend traten die Mainzer Hofsänger auf, die mit einem besonderen Auftritt ihr bevorstehendes 100-jähriges Jubiläum würdigten.
Erstmals setzte der MCV strenge Kapazitätsbeschränkungen durch und begrenzte die Teilnehmerzahl auf 9.000 Personen. Eine Großbildleinwand verdeckte die traditionelle Uhr am Schillerplatz und zeigte stattdessen den Countdown bis 11:11 Uhr. Die berühmten Schwellköpp wurden auf einen abgetrennten Bereich nahe der Bühne beschränkt, während der Zugang zum Balkon des Osteiner Hofs nur ausgewählten Journalisten vorbehalten blieb. Diese Änderungen sorgten für Unmut – ein Demonstrant rief „Fasching für alle!“ in die Menge. Die Polizei berichtete von einer lebhaften, aber weitgehend friedlichen Stimmung. Zehn Strafanzeigen wurden erstattet, darunter wegen Beleidigung und leichter Körperverletzung.
Unterdessen verzichtete der Regionalsender SWR auf die Ausstrahlung von Karnevalsprogrammen und zeigte stattdessen Wiederholungen und die Sendung „Eisenbahn-Romantik“. Der MCV rechtfertigte die neuen Maßnahmen mit steigenden Sicherheitskosten und verschärften Vorschriften. Trotz der Einschränkungen blieb die Stimmung ausgelassen, und die Besucher genossen den Start in die fünfte Jahreszeit in bester Laune.
Die Eröffnung des Mainzer Faschings 2023 stand unter strengeren Kontrollen und teilweiser öffentlicher Verärgerung, verlief aber ohne größere Zwischenfälle. Mit 9.000 Gästen und einer Mischung aus Tradition und neuen Regeln setzte der MCV mit seinen Änderungen einen anderen Akzent für die diesjährigen Feierlichkeiten. Die Polizei bestätigte nur kleinere Vorfälle, während die Veranstalter ihre Entscheidungen als notwendig für Sicherheit und Kostenmanagement verteidigten.
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