01 January 2026, 03:05

Neuer Landvolk-Chef in der Lüneburger Heide übernimmt in stürmischen Zeiten

Landwirtschaftliches Feld mit verschiedenen Kulturen, einer Bewässerungsmaschine im Vordergrund und einer Baumreihe mit weiteren Kulturen im Hintergrund.

Neuer Landvolk-Chef in der Lüneburger Heide übernimmt in stürmischen Zeiten

Henrik Rump aus Norddrebber hat den Vorsitz des Landvolk-Kreisverbandes Lüneburger Heide übernommen. Er löst Jochen Oestmann ab, der die Organisation fast ein Jahrzehnt lang geführt hat. Der Wechsel erfolgt zu einer schwierigen Zeit für die Landwirte vor Ort, die mit Wetterextremen, niedrigen Preisen und sich wandelnden Marktanforderungen konfrontiert sind.

Die diesjährige Ernte in der Lüneburger Heide fällt gemischt aus. Zwar nehmen die Anbauflächen für Kartoffeln weiterhin um jährlich 5–7 % zu, doch beschreiben die Erzeuger die Saison als "eine gute Ernte zu schlechten Preisen". Unberechenbares Wetter hat den Stärkegehalt der Kartoffeln verringert, was besonders Sorten betrifft, die für die Pommes-frites-Herstellung genutzt werden.

Die Getreidepreise bleiben niedrig, während die Produktionskosten nicht im gleichen Maße gesunken sind. Die Maiserträge schwanken stark – manche Felder gedeihen, andere leiden unter Dürre. Die Kulturpflanze bedeckt zwar noch etwa 40 % des Ackerlands, doch die Nachfrage aus Biogasanlagen ist zurückgegangen. Auch die Geflügelhalter stehen unter Druck: Ein Ausbruch der Vogelgrippe hat zu vorzeitigen Schlachtungen geführt, sodass die Weihnachtsgänse in diesem Jahr kleiner ausfallen. Unterdessen fordert Rump, der auch Vorsitzender des Landvolk Niedersachsen ist, stärkere politische Maßnahmen, um neue Insektenbedrohungen zu bekämpfen und den Sektor zu stabilisieren. Ein einzelner Landwirt in der Region produziert heute genug Nahrungsmittel für 147 Menschen – ein Zeichen sowohl für die Produktivität als auch für die Belastung der einzelnen Betriebe.

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Die Lüneburger Heide bleibt ein zentrales Agrargebiet, doch die Herausforderungen bestehen fort. Niedrige Preise, unbeständiges Wetter und Marktveränderungen setzen die Landwirte unter Druck. Rumps Führung wird sich in den kommenden Jahren darauf konzentrieren, die Stabilität der Erzeuger in der Region zu sichern.