Hannovers zwiespältige Erinnerung: Kolonialverbrecher vs. Integrationsheld
Hannovers zwiespältige Erinnerung: Kolonialverbrecher vs. Integrationsheld
In Hannover zeigt sich ein krasser Gegensatz zwischen der Verehrung einer umstrittenen Kolonialfigur und dem Wirken eines nigerianischen Einwanderers, der sich gegen Rassismus engagiert. Während Carl Peters, ein bekannter Mörder, in der Stadt weiterhin geehrt wird, setzt sich Abayomi Oluyombo Bankole seit Jahrzehnten für Integration und Zusammenhalt in der vielfältigen Stadtgesellschaft ein.
Carl Peters, berüchtigt für die gewaltsame Errichtung Deutsch-Ostafrikas, bleibt eine polarisierende Figur in Hannover. Ein Denkmal für ihn steht auf dem Bertha-von-Suttner-Platz – inklusive einer Tafel, die seine Verbrechen dokumentiert. Dennoch wird er auf dem Stadtfriedhof Engesohde weiterhin wie ein Held behandelt.
Abayomi Oluyombo Bankole, der aus Nigeria nach Deutschland kam, wurde Hannovers erster afrikanischer Taxifahrer. Seine Erfahrungen mit Rassismus waren bitter: Kollegen zeigten ihm einmal Bananen und sagten, er solle in den Dschungel zurückkehren. Doch er ließ sich nicht von Diskriminierung definieren. Stattdessen wurde Bankole aktiv. Er organisierte ein interkulturelles Weihnachtsfest, um Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zusammenzubringen. Zudem überzeugte er lokale Polizisten, mit afrikanischen Anwohnern Fußball zu spielen – um Vertrauen aufzubauen. Für sein Engagement erhielt er 2018 das Bundesverdienstkreuz. Aktuelle Entwicklungen lassen ihn jedoch zunehmend bedroht von Rassismus in Deutschland fühlen.
Während Hannover einen Mörder aus der Kolonialzeit ehrt, würdigt es gleichzeitig Bankoles Beitrag zum sozialen Zusammenhalt. Seine Arbeit hat den Dialog zwischen den Gemeinschaften gefördert, doch der anhaltende Rassismus bleibt eine Herausforderung. Die Stadt steht nun vor der Frage, wie sie ihre Vergangenheit aufarbeitet – und wie sie jene unterstützt, die für eine gerechtere Zukunft kämpfen.
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