11 January 2026, 08:58

Corny Littmanns 50 Jahre Bühne: Vom Schulstück zur Hamburger Theaterlegende

Eine Konferenzbühne mit Menschen, Stühlen, einem Mikrofon, Kabeln, einem Tisch, Flaschen, Blumen, Gläsern und anderen Gegenständen, mit Fahnen und einem Banner in der Mitte und einem Gebäude mit Vorhängen im Hintergrund.

Theaterdirektor Corny Littmann feiert 50 Jahre auf der Bühne - Corny Littmanns 50 Jahre Bühne: Vom Schulstück zur Hamburger Theaterlegende

Corny Littmann – Theaterlegende feiert 50. Bühnenjubiläum am 13. Januar

Der renommierte Theaterregisseur, Schauspieler und Impresario Corny Littmann blickt am 13. Januar auf ein halbes Jahrhundert Bühnenpräsenz zurück. Seine Karriere begann bereits in der Kindheit und hat seither Hamburgs lebendige Theaterszene maßgeblich geprägt – von frühen Schulaufführungen bis zur Gründung legendärer Spielstätten.

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Geboren 1952 in Münster, zog Littmann mit 15 Jahren nach Hamburg, wo er während der Studentenproteste seine Leidenschaft für das Theater entdeckte. Sein erster Auftritt datiert jedoch Jahre zuvor: in einer Schulinszenierung von Ali Baba und die vierzig Räuber.

1976 gründete er mit Brühwarm Deutschlands erste offen schwule Theatergruppe. Sechs Jahre später folgte gemeinsam mit Gunter Schmidt die Tourneegruppe Familie Schmidt, deren Debüt Deutsch, ledig, homosexuell provokant aufhorchen ließ. 1988 eröffneten sie das Schmidt Theater, das bundesweite Bekanntheit erlangte, als der Norddeutsche Rundfunk die Schmidt Mitternachtsshow ausstrahlte.

Das Duo erweiterte sein Schaffen 1991 mit Schmidts Tivoli und später, 2015, mit dem intimeren Schmidtchen. Über die Bühne hinaus engagierte sich Littmann für LGBTQ+-Rechte und führte als Präsident von 2003 bis 2010 den FC St. Pauli. Auf der Bühne verkörpert er oft „gebrochene Charaktere“ – eine Mischung aus präziser Regie und unvergesslichen Darbietungen.

Littmanns fünf Jahrzehnte umfassendes Wirken hat Hamburgs Kulturlandschaft nachhaltig geprägt. Von der Pionierarbeit im schwulen Theater bis zum Betrieb beliebter Spielstätten prägt er bis heute die künstlerische Identität der Stadt. Sein Jubiläum feiert nicht nur seine Langlebigkeit, sondern auch seinen bleibenden Einfluss auf Bühne und Gesellschaft.