970.000 Euro Betrug: Mann fälschte COVID-19-Tests und kassierte Millionen
Elfie ZiegertGroßer Betrug mit Coronavirus-Tests: Über Zweieinhalb Jahre Haft in Hannover - 970.000 Euro Betrug: Mann fälschte COVID-19-Tests und kassierte Millionen
Ein 27-jähriger Mann ist wegen Betrugs in Höhe von fast 970.000 Euro durch gefälschte COVID-19-Testabrechnungen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Hannover sprach ihn am 13. Januar 2026 schuldig, nachdem er gestanden hatte, Rechnungen für Tests einzureichen, die nie stattgefunden hatten. Der Betrug richtete sich über mehrere Monate im Jahr 2022 gegen die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN). Der Angeklagte betrieb sowohl feste als auch mobile Teststellen in Hannover, Ledeburg und Laatzen. Zwischen März und Oktober 2022 rechnete er rund 97.000 Tests fälschlicherweise ab, was einem Gesamtbetrag von 970.000 Euro entsprach. Die Ermittlungen ergaben, dass mindestens 877.058 Euro dieser Summe für nie erbrachte Leistungen ausgezahlt wurden. Das Gericht verurteilte ihn wegen achtfachen Betrugs. Er hatte achtmal Rechnungen für Tests einzureichen, die niemals durchgeführt worden waren. Während des Prozesses übernahm er die volle Verantwortung für die Betrugsmasche. Der Richter verurteilte ihn zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft – etwas weniger als die von der Staatsanwaltschaft geforderten zwei Jahre und neun Monate. Zudem ordnete das Gericht die Einziehung der gesamten durch den Betrug erlangten 970.000 Euro an. Das Urteil schließt einen der größten COVID-19-Testbetrugsfälle der Region ab. Durch die Handlungen des Angeklagten gingen öffentliche Gelder verloren, wobei die KVN die finanzielle Last tragen musste. Der Einziehungsbeschluss stellt sicher, dass der volle Betrag zurückerstattet wird.






