Von Eheringen in Kuhmägen bis zu monströsen Welsen: Deutschlands skurrilste Tierfälle
Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Von Eheringen in Kuhmägen bis zu monströsen Welsen: Deutschlands skurrilste Tierfälle
Eine Reihe ungewöhnlicher tierischer Vorfälle sorgt in Deutschland für Schlagzeilen
In den letzten Monaten haben ungewöhnliche Zwischenfälle mit Tieren in Deutschland für Aufsehen gesorgt – von einer Kuh, die einen Ehering verschluckte, bis hin zu einem riesigen Wels, der Badende in Angst versetzte. Behörden und Tierschützer sahen sich mit skurrilen Herausforderungen konfrontiert, die teilweise sogar zu juristischen Auseinandersetzungen und öffentlicher Empörung führten.
Einer der umstrittensten Fälle betraf den Nürnberger Tiergarten, wo zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels getötet wurden. In Bayern sorgte unterdessen ein Hundebesitzer für Schlagzeilen, weil er die Rundfunkgebühren – im Namen seines Haustiers – verweigerte. Weitere Vorfälle umfassten einen in einem Kuhmagen wiedergefundenen Ehering sowie einen Polizeieinsatz zur Ergreifung eines monströsen Welses, der als öffentliche Gefahr galt.
Die Tötung der zwölf Paviane im Nürnberger Tiergarten Ende 2024 löste landesweite Empörung aus. Tierschutzorganisationen reichten rund 350 Strafanzeigen ein, woraufhin die Landespolizei Ermittlungen aufnahm. Demonstranten warfen dem Zoo vor, die Tötung sei unnötig gewesen, während die Verantwortlichen auf Platznot verwiesen. Die Affäre eskalierte so weit, dass Mitarbeiter des Zoos sogar Todesdrohungen erhielten – die Polizei musste eingreifen.
Schon im Juni hatte ein zwei Meter langer Wels im Brombachsee (Mittelfranken) mehrere Badende verletzt. Behörden, Angler und Wasserrettungskräfte stuften das Tier als ernsthafte Gefahr ein. Ein Beamter feuerte drei Schüsse ab, verfehlte den Fisch jedoch – schließlich fing ein Angler das Tier und tötete es. Der Wels wurde später zu 120 Filetportionen verarbeitet. Die Staatsanwaltschaft erklärte die Tötung für rechtmäßig, da das Tier vermutlich wegen des niedrigen Wasserstands sein Gelege verteidigt habe.
Kurioser verlief der Fall des Münchner Hundes Urax, der zum unfreiwilligen Symbol des Widerstands gegen die GEZ-Gebühren wurde. Sein Besitzer argumentierte, der Hund arbeite ausschließlich auf Jagdgründen und sei daher von der Abgabe befreit. Der Fall sorgte für Aufmerksamkeit, blieb aber ohne juristische Konsequenzen.
In einem anderen Vorfall entdeckte ein Metzger zufällig den Ehering in seiner Kuh Herzal – das Tier hatte den Schmuck vier Monate zuvor beim Fressen von Hafer-Silage verschluckt. In Niedersachsen gelang es Beamten der Polizeistation Rosdorf, am Heiligabend 2025 den Bartgeier Vincent einzufangen – der Name des zuständigen Polizisten blieb jedoch geheim.
Die Vorfälle zeigen, wie ungewöhnlich die Konflikte zwischen Mensch, Tier und Recht sein können. Während die Pavian-Tötungen zu juristischen Prüfungen führten, endete der Wels-Fall mit einem Urteil zugunsten der öffentlichen Sicherheit. Andere Geschichten – wie der Protesthund gegen die Rundfunkgebühren oder der im Kuhmagen wiedergefundene Ehering – sorgten für skurrile Highlights im Jahresverlauf. Behörden bleiben gefordert, auf solche Fälle flexibel zu reagieren.
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