Rotenburg (Wümme) wird Standort der neuen Regionalleitstelle für vier Landkreise
Elfie ZiegertRotenburg (Wümme) wird Standort der neuen Regionalleitstelle für vier Landkreise
Regionales Leitstellen-Konsortium: Rotenburg (Wümme) wird Standort der neuen gemeinsamen Regionalleitstelle
Bevölkerungsschutz
- Dezember 2025
Nach einstimmigem Beschluss des Verwaltungsrates wird in Rotenburg (Wümme) eine neue integrierte regionale Einsatzleitstelle errichtet. Die Einrichtung soll vier Landkreise bedienen und das bisherige virtuelle Leitstellennetz ersetzen. Behördenvertreter versprechen sich davon schnellere Reaktionszeiten und eine effizientere Einsatzkoordination in der gesamten Region.
Die Entscheidung für den Bau der Leitstelle folgt auf jahrelange Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Rotenburg (Wümme), Harburg, Heidekreis und Lüneburg. Seit 2006 nutzen diese Landkreise ein virtuelles System zur gemeinsamen Steuerung von Rettungsdienst und Feuerwehr. 2024 einigten sie sich auf die Schaffung einer physischen Leitstelle als öffentlich-rechtliche Einrichtung.
Eine detaillierte Standortanalyse identifizierte Rotenburg (Wümme) als optimalen Standort. Das ausgewählte Grundstück im Stadtteil Mulmshorn erfüllte alle Anforderungen – von der Flächengröße über Hochwassersicherheit bis hin zu Sicherheitsaspekten. In die Bewertung flossen zudem wirtschaftliche Faktoren und Bauzeitpläne ein, bevor die endgültige Wahl fiel.
Am 21. November 2025 billigte der Verwaltungsrat den Plan ohne Gegenstimmen. Jens Böther, Landrat des Landkreises Lüneburg, betonte, dass der Beschluss nun konkrete Planungen zu Personal, Technik und Gebäudegestaltung ermöglicht. Als nächster Schritt steht die detaillierte Bauplanung an, die voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird.
In dem Neubau werden die Leitstellen aller vier Landkreise unter einem Dach zusammengefasst. Noch nicht geklärt ist, welche Behörde die Federführung bei der Umsetzung des Projekts übernehmen wird.
Ziel der zentralen Leitstelle ist es, die Qualität und Zuverlässigkeit der Notfallbewältigung zu stärken. Sobald sie in Betrieb geht, wird sie das bisherige dezentrale System ablösen. Mit der Planung und dem Bau ist jedoch erst in mehreren Jahren zu rechnen, bevor die Einrichtung ihre Arbeit aufnehmen kann.






