29 April 2026, 06:56

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen."

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Co-Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Die Abgabe soll Vermögen ab 100 Millionen Euro erfassen und jährlich rund 2 Prozent betragen. Haeusgen argumentiert, dass dies die Steuergerechtigkeit verbessern und Kürzungen bei anderen Sozialleistungen ausgleichen könnte.

Haeusgen, der seit Mitte 2025 gemeinsam mit Marie-Luise Wolff den Wirtschaftsverband der Grünen führt, ist überzeugt, dass die Steuer die Steuerpflichtigen nicht von weiterem Vermögenswachstum abhalten würde. Selbst mit der jährlichen Belastung von 2 Prozent könnten die Vermögen seiner Einschätzung nach weiterhin um bis zu 6 Prozent pro Jahr wachsen. Um die Last zu verringern, schlägt er vor, inländische Kapitalertrags- und Einkommensteuern mit der Vermögensabgabe verrechnen zu können.

Bevor Haeusgen zu den Grünen stieß, war er von 2020 bis 2024 Präsident des konservativen Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Als Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens mit einem Umsatz von 500 Millionen Euro könnte er selbst von der Steuer betroffen sein. Sein Vorschlag zielt auch darauf ab, enttäuschte Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) sowie umweltbewusste Unternehmer anzusprechen.

Haeusgen übt seit Langem Kritik an der Wirtschaftspolitik der Regierung. Während der Spritpreiskrise hatte er die Senkung der Mineralölsteuer als wirkungslose "Gießkannenhilfe" abgetan. Sein aktueller Plan ist Teil einer breiteren Initiative für gezielte Steuerreformen.

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Die vorgeschlagene Vermögenssteuer würde nur die größten Vermögen ab 100 Millionen Euro betreffen. Haeusgens Konzept sieht Entlastungen vor, um die Gesamtbelastung für die Steuerzahler zu mildern. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte er die Besteuerung von Spitzenverdienern in Deutschland grundlegend verändern.

Quelle