30 April 2026, 12:37

Braunschweig am 1. Mai: Neonazi-Aufmarsch trifft auf antifaschistischen Widerstand

Eine Gruppe von Menschen mit einem Transparent mit der Aufschrift "Öffne die Grenzen, rette Leben, bekämpfe Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Braunschweig am 1. Mai: Neonazi-Aufmarsch trifft auf antifaschistischen Widerstand

Braunschweig bereitet sich auf einen angespannten 1. Mai vor, während rechtsextreme Gruppen und Gegenprotestler rivalisierende Kundgebungen planen. Die Stadt, die nicht als Hochburg der Rechten gilt, sieht sich in letzter Zeit wiederholt mit Herausforderungen durch extremistische Bewegungen konfrontiert. In diesem Jahr fallen ein Neonazi-Aufmarsch der NPD und ein Treffen der "Reichsbürger" mit den traditionellen Maifeierlichkeiten der Arbeiterbewegung zusammen – was zu einer entschlossenen Reaktion von Antifaschisten führt.

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Die NPD, Deutschlands rechtsextreme Nationaldemokratische Partei, hat ihren Maiaufmarsch bewusst im Anschluss an die langjährige Kundgebung der Gewerkschaften angesetzt. Ihre gewählte Route führt sie am DGB-Gewerkschaftshaus vorbei – ein Gebäude mit tiefer symbolischer Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Die Grünen kritisieren den Marschweg als gezielten Versuch, die demokratischen Maifeiern zu stören.

Der DGB hat reagiert, indem er seinen eigenen Demonstrationszug verlängert – von der Konrad-Adenauer-Platz bis zum Gewerkschaftshaus. Zudem findet vor dem Gebäude eine separate Kundgebung statt, die parallel zur Hauptdemonstration verläuft.

Erst kürzlich hatte sich das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts einem "Reichsbürger"-Treffen entgegengestellt, bei dem nur rund 300 Extremisten erschienen. Die Gegenprotestler mobilisierten dagegen etwa 600 Menschen. Die Stadt hat sich an solche Auseinandersetzungen gewöhnt, nachdem sie in letzter Zeit mehrfach mit ähnlichen rechtsextremen Veranstaltungen konfrontiert war.

Die Werbung für den NPD-Aufmarsch umfasst provokante Parolen. Die Hamburger NPD bewirbt die Veranstaltung mit dem Slogan: "Tag der deutschen Arbeit. 1. Mai – seit 1933 ein arbeitsfreier Feiertag." Der Verweis auf das Jahr 1933, in dem Hitler seine Macht festigte, hat scharfe Kritik ausgelöst.

Die Maikundgebungen werden Braunschweig auf die Probe stellen – insbesondere, da der NPD-Marsch direkt mit den Gewerkschaftsveranstaltungen kollidiert. Die Spannungen dürften hoch sein. Doch die antifaschistischen Gruppen der Stadt sind entschlossen, die Extremisten abermals zahlenmäßig zu übertreffen und ihren Protesten entgegenzutreten.

Quelle