Verdi-Chef Werneke droht mit Protesten gegen Sozialkürzungen und Arbeitgeberangriffe
Grzegorz LoosVerdi-Chef Werneke droht mit Protesten gegen Sozialkürzungen und Arbeitgeberangriffe
Verdi-Gewerkschaftschef Frank Werneke hat Proteste gegen Kürzungen im Sozialbereich angekündigt. Er warf den Arbeitgeberverbänden vor, zentrale Elemente des Sozialstaats ins Visier zu nehmen – darunter Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz und Renten. Seine Warnungen sind Teil einer breiteren Kampagne, die von einem Bündnis aus Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden unterstützt wird.
Werneke steht an der Spitze eines Zusammenschlusses aus Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsorganisationen, die insgesamt 20 Millionen Menschen vertreten. Er behauptet, Teile der Regierungskoalition wollten nun Arbeitnehmerrechte und soziale Absicherungen zurückfahren, um die Wirtschaft anzukurbeln. Diese Strategie sei jedoch fehlerhaft und werde nicht zu einer Erholung führen, so Werneke.
Besonders nannte er Politiker wie Friedrich Merz, Katherina Reiche, Carsten Linnemann und Jens Spahn, die solche Kürzungen befürworteten. Trotz seiner Kritik lobte Werneke die Bundesregierung für den 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds, das Tariftreuegesetz des Bundes sowie die Sicherung der Renten bis 2031.
Für die kommenden Wochen und Monate kündigte er weitere Maßnahmen gegen die geplante Gesundheitsreform an. Die Proteste richten sich gegen die vorgeschlagenen Einschnitte bei Sozialleistungen und Arbeitnehmerschutz. Wernekes Bündnis plant, die Kampagne zu verschärfen – nähere Details sollen bald folgen. Im Mittelpunkt steht der Erhalt bestehender Rechte und Leistungen, die seiner Meinung nach durch einen falsch verstandenen Sparkurs bedroht sind.






