Alabali-Radovan verteidigt syrische Geflüchtete gegen Abschiebungsdebatten und würdigt ihren Wiederaufbau-Einsatz
Grzegorz LoosAlabali-Radovan verteidigt syrische Geflüchtete gegen Abschiebungsdebatten und würdigt ihren Wiederaufbau-Einsatz
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Gleichzeitig wies sie Vorwürfe zurück, syrische Geflüchtete hätten nichts zum Wiederaufbau ihres Heimatlandes beigetragen. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Initiative „Neuer Anfang für Syrien“.
Die Ministerin betonte, dass sich viele Syrer seit Langem sowohl für den Wiederaufbau ihres Landes engagierten als auch ihr Leben in Deutschland erfolgreich gestalteten. Bei der Jubiläumsfeier berichteten Teilnehmer von ihren jahrelangen Einsätzen im Wiederaufbau Syriens und von ihren Erfahrungen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft. Alabali-Radovan griff diese Schilderungen auf und unterstrich, dass Syrer bereits seit geraumer Zeit aktiv zur Erholung ihres Landes beitrügen.
Sichtlich verärgert äußerte sie sich zu Forderungen, Syrer müssten „endlich“ einen Beitrag leisten. Solche Aussagen ignorierten die bereits geleistete Arbeit, so die Ministerin. Zudem warnte sie, dass Diskussionen über Zwangsrückführungen unnötige Ängste bei den Betroffenen schürten.
Darüber hinaus kündigte Alabali-Radovan an, die in Deutschland lebende syrische Diaspora künftig enger in Entwicklungsprojekte für Syrien einzubinden. Ziel sei es, ihr Fachwissen stärker für die Zusammenarbeit mit dem Land zu nutzen.
Ihre Stellungnahme fällt in eine Zeit intensiver Debatten über Migration und Wiederaufbau. Die Ministerin setzt weiterhin auf die Anerkennung der Leistungen syrischer Geflüchteter und darauf, Unsicherheiten für die in Deutschland Lebenden abzubauen. Als nächsten Schritt plant sie eine vertiefte Zusammenarbeit mit Diaspora-Gruppen in der Entwicklungszusammenarbeit.






