22 April 2026, 06:48

Solinger Stadtrat lehnt sichere Schulhofbeleuchtung trotz Klimaschutz-Appellen ab

Gebäude nachts beleuchtet.

Solinger Stadtrat lehnt sichere Schulhofbeleuchtung trotz Klimaschutz-Appellen ab

Ein Vorschlag zur Verbesserung der Beleuchtung auf Schulhöfen in Solingen hat für Kontroversen gesorgt, nachdem er vom Stadtrat abgelehnt wurde. Das Bündnis für Solingen (BfS) hatte ein Konzept für energieeffiziente LED-Lampen, Bewegungsmelder und optional Solarstrom vorgelegt, um die Sicherheit zu erhöhen. Doch alle anderen Fraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – stimmten dagegen.

Das BfS argumentierte, sein Beleuchtungskonzept würde sowohl Sicherheits- als auch Umweltbedenken berücksichtigen. Die Gruppe verwies auf "Angsträume" in schlecht beleuchteten Bereichen, die Jugendliche nach Einbruch der Dunkelheit oft meiden. Der Vorschlag umfasste moderne, bedarfsgerechte Beleuchtung, um den Energieverbrauch und die Kosten zu senken und gleichzeitig Schulhöfe zugänglicher zu machen.

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Paul Bender, Bildungssprecher des BfS, kritisierte die Ablehnung als Versäumnis im Schutz von Kindern. Er berief sich auf Rückmeldungen von Jugendlichen, die sich in dunklen Ecken unsicher fühlten. Bender nannte die Entscheidung "heuchlerisch" und verwies darauf, dass dieselben Fraktionen öffentlich Klimaschutz und Sicherheitsmaßnahmen unterstützten.

Das BfS hatte den Plan als Möglichkeit präsentiert, Schulhöfe für die Öffentlichkeit zu öffnen und zu verhindern, dass sie in der Dämmerung zu "No-Go-Areas" werden. Nach der Abstimmung warf Bender der Ratsmehrheit vor, ihre Pflichten vernachlässigt zu haben, und ließ junge Menschen "buchstäblich im Dunkeln". Er warnte, die Ablehnung sende ein "verheerendes Signal" an die Familien der Stadt.

Trotz der Niederlage kündigte das BfS an, das Thema erneut in den Rat einzubringen. Die Fraktion pocht auf "bürgerfreundliche und sinnvolle Lösungen", um Schulhöfe sicherer und einladender zu gestalten.

Der abgelehnte Antrag hätte LED-Beleuchtung, Bewegungsmelder und Optionen für erneuerbare Energien auf Schulhöfen eingeführt. Das BfS will das Thema nun erneut auf die Tagesordnung setzen – mit dem Argument, dass bessere Beleuchtung für Sicherheit und öffentliche Nutzung unverzichtbar sei. Die Entscheidung des Rates lässt die aktuelle Situation vorerst unverändert.

Quelle