Salzgitter startet revolutionäre Wasserstoff-Stahlproduktion mit μDRAL-Anlage
Franjo HandeSalzgitter startet revolutionäre Wasserstoff-Stahlproduktion mit μDRAL-Anlage
Die Salzgitter AG hat mit dem Bau einer Demonstrationsanlage zur Herstellung von direktreduziertem Eisen (DRI) im Rahmen ihres SALCOS-Projekts begonnen. Die unter dem Namen μDRAL geführte Anlage markiert einen entscheidenden Schritt hin zu einer umweltfreundlicheren Stahlproduktion, indem sie die Abhängigkeit von Kohle in Hochöfen und Lichtbogenöfen verringert.
Die neue Anlage wird flexibel betrieben und kann Erdgas, Wasserstoff oder eine beliebige Mischung beider Energieträger nutzen. Diese Anpassungsfähigkeit unterstützt den langfristigen Plan von Salzgitter, bis 2050 vollständig auf wasserstoffbasierte Stahlherstellung umzustellen. Durch diesen Wandel könnten die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion um bis zu 95 % gesenkt werden.
Der Technologiepartner Tenova liefert die Ausrüstung für das Projekt. Das Bundesumweltministerium fördert die Anlage mit 40 % der Kosten, während die Salzgitter Gruppe selbst 13,6 Millionen Euro investiert. Die Produktion soll Anfang 2022 starten, mit einer anfänglichen Kapazität von 2.500 Kilogramm pro Tag.
Die μDRAL-Anlage wird zunächst DRI liefern, um Kohle in bestehenden Öfen zu ersetzen. Ihre Wasserstofffähigkeit entspricht dem Ziel von Salzgitter, eine nahezu emissionsfreie Stahlherstellung zu erreichen. Der Erfolg des Projekts könnte den Wandel der Branche zu saubereren Produktionsmethoden beschleunigen.






