Rammstein-Coverband in Halle: Drohmail gegen Konzert löst Debatte aus
Grzegorz LoosRammstein-Coverband in Halle: Drohmail gegen Konzert löst Debatte aus
Ein geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband in Halle hat eine heftige Kontroverse ausgelöst. Eine Aktivistengruppe schickte eine drohende E-Mail an den lokalen Veranstaltungsort Tante Manfred und forderte die Absage des Events. Die Nachricht enthielt aggressive Parolen sowie Vorwürfe gegen den Frontmann der Band, Till Lindemann.
Die E-Mail stammte vom Aktionsbündnis Antifaschistische und Feministische Aktion Halle/Saale. Darin wurden Rammstein und Lindemann "sexualisierte Machtinszenierungen" und "kalkuliertes Tabubrechen" vorgeworfen. Die Gruppe bestand darauf, das für den 2. Mai 2026 geplante Konzert abzusagen – andernfalls drohten unbestimmte Konsequenzen.
Matthias Golinski, der Betreiber von Tante Manfred, gab jedoch nicht nach. Er verteidigte die künstlerische Freiheit und bestätigte, dass die Veranstaltung stattfinden werde – vorausgesetzt, die Band halte sich an die gesetzlichen Vorgaben. Der Veranstaltungsort wurde inzwischen aus einer lokalen Telegram-Gruppe entfernt, in der er zuvor seine Events beworben hatte.
Die radikale Sprache der E-Mail – darunter der Slogan "TÖTET TILL!" – hat die Hallesche Clubszenen schockiert. Viele verurteilten die Drohungen, während andere über die Grenzen von Protest und Meinungsfreiheit diskutieren.
Trotz der Kritik bleibt das Konzert für Mai 2026 terminiert. Golinskis Haltung unterstreicht die Spannungen zwischen künstlerischer Freiheit und aktivistischen Forderungen. Gleichzeitig hat der Ton der E-Mail die Gräben in der Halleschen Kulturszene weiter vertieft.






