15 March 2026, 20:41

Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro für bahnbrechendes Wasserstoff-Forschungszentrum

Ein großes Gebäude mit vielen Lichtern oben drauf, umgeben von Bäumen, Pfählen und einem Zaun, mit einem Fahrzeug davor geparkt, unter einem bewölkten Himmel und einem Wasserzeichen auf dem Bild.

Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro für bahnbrechendes Wasserstoff-Forschungszentrum

Pfeffenhausen sichert Millionenförderung für Spitzenforschungszentrum zu Wasserstofftechnologie

Am 10. Februar 2026 hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder offiziell 54 Millionen Euro für das Wasserstoff-Technologie- und Anwendungszentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen freigegeben. Die Einrichtung wird sich auf Prüfung, Zertifizierung und Weiterentwicklung von Wasserstoffantrieben für Industrie und Verkehr konzentrieren.

Das WTAZ war bereits im September 2021 als einer von vier bundesweiten Standorten für Wasserstoffinnovation ausgewählt worden. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, kleinen und mittleren Unternehmen die notwendige Infrastruktur für Tests, Inspektionen und Zertifizierungen zur Verfügung zu stellen. Das Zentrum wird sich auf Wasserstoffantriebe und Betankungstechnologien spezialisieren – von flüssigem über kryokomprimierten bis hin zu gasförmigem Wasserstoff.

Von den 54 Millionen Euro Bundesförderung fließen 32 Millionen an drei regionale Hochschulen für Forschungs- und Testanlagen. Weitere 22 Millionen erhalten zwei Unternehmensverbünde, die für den Bau einer wasserstofftauglichen Prüfhalle und einer Verflüssigungsanlage verantwortlich sind. Die Wasserstoffversorgung der Prüfhalle übernimmt ein Fünf-Megawatt-Elektrolyseur der Hy2B Wasserstoff GmbH.

Auch der Freistaat Bayern unterstützt das Projekt mit bis zu 30 Millionen Euro. Die Gemeinde Pfeffenhausen plant zudem, noch 2026 mit der Vermarktung von Gewerbeflächen rund um das WTAZ zu beginnen, um weitere Investitionen und Industriepartnerschaften anzuziehen.

Das WTAZ wird eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien für Verkehr und Industrie spielen. Mit erheblicher Förderung von Bund und Land soll das Zentrum zu einem Knotenpunkt für Forschung, Erprobung und wirtschaftliche Zusammenarbeit werden. Gleichzeitig wird das Projekt durch die Erschließung angrenzender Gewerbegebiete die regionale Wirtschaft stärken.

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