Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber Gewalt bleibt Problem
Magdalena HertrampfOsnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber Gewalt bleibt Problem
Die neuesten Kriminalstatistiken für Osnabrück aus dem Jahr 2025 zeigen ein gemischtes Bild. Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten leicht zurück, doch Gewalt- und häusliche Gewalt bleiben besorgniserregend hoch. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr 81.539 Fälle – ein Rückgang um 2 % im Vergleich zu 2024.
Gewaltkriminalität bleibt ein großes Problem: 14.568 Delikte wurden erfasst, davon fast 10.000 mit Körperverletzung. Auch Messerangriffe nahmen zu – auf 438 Fälle, wobei es sich meist um Bedrohungen und nicht um tatsächliche Attacken handelte. Zwei mutmaßliche Tötungsdelikte im familiären Umfeld erschütterten die Region und hielten die Zahl der häuslichen Gewalttaten mit 4.893 Fällen auf einem alarmierenden Niveau.
Bei der Jugendkriminalität gab es leichte Verschiebungen. Die Gesamtzahl der Straftaten durch Kinder und Jugendliche sank auf 5.868 und lag damit knapp unter dem Vorjahreswert. Allerdings stieg die Zahl der Tatverdächtigen unter 14 Jahren, während sie in der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen zurückging. In den letzten fünf Jahren nahm die Jugendkriminalität in Osnabrück um etwa 15 % zu – ein Anstieg, der jedoch unter den Steigerungen in anderen niedersächsischen Städten wie Hannover (+22 %) oder Braunschweig (+18 %) blieb.
Digitale Straftaten stellen weiterhin eine Herausforderung dar, insbesondere die Verbreitung pornografischer Inhalte über Messenger-Dienste und soziale Medien, von denen 867 Fälle gemeldet wurden. Trotz dieser Probleme blieb die allgemeine Sicherheitslage stabil, und die Kriminalitätsrate setzt ihren langfristigen Rückgang fort – mit 23.000 weniger Fällen als noch vor zwei Jahrzehnten.
Die Zahlen für 2025 unterstreichen anhaltende Probleme bei Gewalt- und häuslicher Kriminalität, auch wenn die Gesamtzahl der Straftaten sinkt. Die Behörden beobachten weiterhin die Entwicklung bei Jugendkriminalität und Digitaldelikten, während die Langzeitdaten auf eine schrittweise Verbesserung der öffentlichen Sicherheit hindeuten. Die Kriminalitätsrate in der Region liegt zwar unter der vergleichbarer Städte, doch einige Bereiche erfordern nach wie vor besondere Aufmerksamkeit.






