Osnabrücks Kampf gegen Fachkräftemangel in Kitas – doch das Geld fehlt für Neubauten
Franjo HandeOsnabrücks Kampf gegen Fachkräftemangel in Kitas – doch das Geld fehlt für Neubauten
Osnabrück geht seit Sommer 2022 entschlossen gegen Personalmangel in Kinder-, Jugend- und Familienhilfe vor
Die Stadt hat es geschafft, fast alle Stellen in den kommunalen Kitas zu besetzen. Doch trotz dieser Erfolge ist ein neuer Streit um die Finanzierung von Kita-Neubauten mit dem Land entstanden.
Die Stadtverwaltung setzte eine Reihe von Maßnahmen um, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Dazu gehörten die Ausbildung von Spezialisten, die Anwerbung von Quereinsteigern sowie Fortbildungsangebote. Zudem wurden Springerpools eingerichtet und gezielte Werbekampagnen gestartet, um das Interesse an dem Berufsfeld zu steigern.
Seit 2009 hat Osnabrück 113 Millionen Euro in den Bau von Kita-Einrichtungen investiert. Das Land steuerte im gleichen Zeitraum jedoch nur knapp 8 Millionen Euro bei. Aktuell übernimmt das Land zwar etwa ein Drittel der Betriebskosten, für den Neubau von Kitas im Jahr 2024 sind jedoch keine Mittel vorgesehen.
Wolfgang Beckermann, ein führender Vertreter der Stadtverwaltung, kritisiert die mangelnde Unterstützung des Landes scharf. Er bezeichnet die Situation als „Anachronismus“ und warnt vor der enormen finanziellen Belastung für die Stadt. Beckermann fordert nun unverzügliches Handeln, darunter eine Mitfinanzierung der Kita-Bauprojekte.
Zwar leistet das Land sowohl der Stadt als auch freien Trägern rechtliche und finanzielle Unterstützung, doch für Beckermann reicht das nicht aus. Er drängt auf schnelle Nachbesserungen, um die Finanzierungslücke zu schließen und die Kommunen zu entlasten.
Die Personaloffensive der Stadt war zwar erfolgreich – fast alle Kita-Stellen sind besetzt. Doch das Problem der fehlenden Landesmittel für Neubauten bleibt ungelöst. Ohne zusätzliche Förderung wird Osnabrück auch künftig den Großteil der Baukosten für neue Einrichtungen tragen müssen.






