03 May 2026, 16:54

70 Millionen Produktlöschungen: Wie Deutschlands Shopping-Plattformen unsichere Waren aus dem Verkehr ziehen

Offenes Buch mit dem Titel "Europas Warnstück oder gute Nachricht für Großbritannien" auf seinen Seiten.

70 Millionen Produktlöschungen: Wie Deutschlands Shopping-Plattformen unsichere Waren aus dem Verkehr ziehen

Deutschlands größte Online-Shopping-Plattformen löschten im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote. Die Massentilgung erfolgte nach Ermittlungen zu unsicheren und verbotenen Artikeln, die auf digitalen Marktplätzen im Umlauf waren. Verbraucherschützer fordern nun strengere Kontrollen, um zu verhindern, dass gefährliche Waren überhaupt erst angeboten werden.

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) wertete Daten aus der EU-weiten Produktentfernungsdatenbank aus. Die Analyse zeigte, dass 30 Millionen der gelöschten Angebote als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft worden waren. Die fünf größten deutschen Shopping-Plattformen waren für den Großteil dieser Löschungen verantwortlich.

Trotz der hohen Zahl an Entfernungen warnte der VZBV, dass der Abgleich mit der EU-Datenbank weiterhin lückenhaft sei. Durch diese Schwachstelle könnten einige gefährliche Produkte unentdeckt bleiben und weiterhin käuflich sein. Die Organisation fordert nun automatische Sperren für unsichere Artikel, noch bevor sie in den Online-Handel gelangen.

Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung des Online-Handels. Da nach wie vor Millionen unsicherer Angebote auftauchen, besteht der VZBV auf eine bessere Durchsetzung von Schutzmaßnahmen. Im Mittelpunkt der Forderungen steht die präventive Blockade gefährlicher Produkte – statt sich auf nachträgliche Löschungen zu verlassen.

Quelle