Milchbauern weichen für Windstrom: Modernisierung dank Umspannwerk in Niedersachsen
Elfie ZiegertMilchbauern weichen für Windstrom: Modernisierung dank Umspannwerk in Niedersachsen
Ein Milchviehbetrieb in Nordermoor bei Elsfleth ist umgezogen, um Platz für ein neues Umspannwerk zu machen, das Deutschlands Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt. Die Familie Töllner, der der Hof gehörte, nutzte die Entschädigungsgelder, um einen modernen Betrieb mit fortschrittlicher Technik zu errichten.
Der Umzug erfolgt zu einer Zeit, in der Niedersachsen den Netzausbau beschleunigt, um die steigende Nachfrage durch Offshore-Windprojekte in der Nordsee zu bedienen.
Der ursprüngliche Hof der Familie Töllner stand dort, wo heute eine 2-Gigawatt-Transformatorstation Windstrom ins Netz einspeist. Die Genehmigung für das Umspannwerk erfolgte 2024 im Rahmen beschleunigter Planungsverfahren, die durch die 2022 beschlossenen Novellen des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) eingeführt wurden. Diese Änderungen verkürzten die Genehmigungszeiten von Jahren auf Monate und beschleunigten so den Infrastrukturausbau der Energiewende.
Der neue Betrieb der Familie verfügt über einen hochmodernen Melkstall mit vier robotergesteuerten Melksystemen des Herstellers GEA. Ein Calf-Rail-System automatisiert zudem die Kälberfütterung und -betreuung. Die Investitionen zeigen, wie die Familie die Entschädigungssumme in die Modernisierung ihres Betriebs gesteckt hat.
Das Umspannwerk bei Elsfleth bindet inzwischen 2 Gigawatt Offshore-Windleistung ins Netz ein. Gleichzeitig arbeitet der neue Hof der Töllners dank Roboter-Melktechnik und automatisierter Kälberhaltung effizienter. Beide Projekte stehen für den Wandel hin zu erneuerbaren Energien und landwirtschaftlicher Innovation in der Region.






