Medienstreit eskaliert: Ulmen wirft ARD-Talkshow Voreingenommenheit vor
Grzegorz LoosMedienstreit eskaliert: Ulmen wirft ARD-Talkshow Voreingenommenheit vor
Ein Rechtsstreit zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann, Christian Ulmen, hat eine neue Wendung genommen. Nun geht es auch um Vorwürfe der Medienvoreingenommenheit gegen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands. Ulmens Anwälte werfen einer beliebten Talkshow vor, in einer kommenden Ausgabe nicht beide Seiten fair darzustellen.
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine Ausgabe von Caren Miosga, in der Fernandes gemeinsam mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu Gast sein wird. Ulmens Rechtsvertreter argumentieren, dass die Auslassung seiner Perspektive gegen journalistische Standards verstoße.
Der Medienanwalt Christian Schertz, der Ulmen vertritt, hat NDR und das Redaktionsteam von Caren Miosga Voreingenommenheit vorgeworfen. Er behauptet, die Entscheidung der Sendung, ausschließlich Fernandes eine Plattform zu bieten – während die Staatsanwaltschaft Itzehoe noch ihre Vorwürfe prüft –, berge rechtliche Risiken. Schertz hatte auch die Teilnahme seines Mandanten an der Sendung angeboten, doch das Team lehnte ab.
Die Redaktion weist jede Schuld von sich. Sie betont, die Folge behandle ein gesellschaftspolitisch relevantes Thema und stehe für verantwortungsvollen Investigativjournalismus. Unterdessen hat Schertz auch die Berichterstattung des Spiegel über den Fall infrage gestellt, darunter Behauptungen über einen Vorfall auf Mallorca und die Anschuldigung, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt. Gegen das Magazin werden nun rechtliche Schritte vorbereitet.
Die Staatsanwaltschaft prüft weiterhin Fernandes' Vorwürfe gegen Ulmen. Die laufenden Ermittlungen erschweren die Medienberichterstattung, während beide Seiten an ihren Positionen festhalten.
Die kommende Folge von Caren Miosga wird ohne Ulmens Darstellung ausgestrahlt. Sein Anwalt hat weitere juristische Schritte gegen sowohl die Rundfunkanstalten als auch den Spiegel angekündigt. Der Fall bleibt unter Untersuchung – eine Lösung ist noch nicht in Sicht.






