Literarischer Abend zu Amos Oz' Zwischen Freunden am 13. Mai
Literarischer Abend am 13. Mai: Lesung aus Amos Oz’ Zwischen Freunden
Anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstags findet am 13. Mai ein literarischer Abend mit Lesungen aus Amos Oz’ Werk Zwischen Freunden statt. Im Mittelpunkt steht die Erzählung Esperanto, die von einem Schuhmacher handelt, der von einer universellen Sprache träumt. Heinz D. Haun wird die Texte vor Publikum zum Leben erwecken.
Amos Oz’ Zwischen Freunden entführt die Leser in das Leben der Kibbuzim – jenen kollektiven Siedlungen, die vor der Gründung Israels entstanden. Sie sollten eine ideale Gesellschaft ohne Geld und Privateigentum verwirklichen: Alle Mitglieder arbeiteten gemeinsam, teilten ihre Ressourcen und trafen Entscheidungen im Konsens.
Die Geschichte Esperanto erzählt von Martin, einem Schuhmacher, der sich eine Sprache ausdenkt, die alle Menschen vereinen könnte. Sein Traum spiegelt die Utopie der Kibbuz-Bewegung wider: eine Gesellschaft, in der Gleichheit und Solidarität an erster Stelle stehen.
Der literarische Abend findet einen Tag vor dem israelischen Unabhängigkeitstag am 14. Mai statt – dem Tag, an dem David Ben-Gurion 1948 die Gründung des Staates Israel verkündete. Die Veranstaltung verbindet die historischen Kämpfe des Kibbuz-Lebens mit der Entstehungsgeschichte der Nation.
Heinz D. Haun wird in seiner Lesung Ausschnitte präsentieren, die die Herausforderungen und Ideale des kollektiven Zusammenlebens beleuchten. Seine Interpretation gibt Einblick in eine Epoche, die das moderne Israel geprägt hat.
Die Lesung würdigt sowohl Amos Oz’ Erzählkunst als auch die Geschichte der Kibbuzim. Zeitlich angesiedelt kurz vor dem 14. Mai – einem Schlüsseldatum der israelischen Geschichte – zeigt sie, wie kollektive Träume, wie Martins Vision einer universellen Sprache, einst eine ganze Generation prägten.






