21 March 2026, 18:32

Krankenkassen 2025: Kosten explodieren – Einnahmen bleiben weit zurück

Balkendiagramm, das die Anzahl der Menschen zeigt, die in Deutschland mit Krebs diagnostiziert wurden, mit begleitendem erklärendem Text.

Krankenkassen 2025: Kosten explodieren – Einnahmen bleiben weit zurück

Gesundheitsausgaben der Krankenkassen stiegen 2025 stark an – Kosten wachsen schneller als Einnahmen

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Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland sind 2025 erneut deutlich gestiegen, wobei die Kosten zum wiederholten Mal stärker zunahmen als die Einnahmen. Der Gesundheitsfonds verzeichnete ein vorläufiges Defizit von 0,6 Milliarden Euro, da die Ausgaben um 7,8 Prozent stiegen – ein Anstieg, der dem Vorjahr entspricht. Die Einnahmen legten hingegen nur um 5,3 Prozent zu, wodurch sich die finanzielle Schere weiter öffnete.

Besonders stark stiegen die Kosten im stationären Bereich: Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen kletterten um 9,6 Prozent – mehr als das Doppelte der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,2 Prozent, die zwischen 2013 und 2024 registriert wurde. Regionale Unterschiede blieben bestehen: Bayern und Baden-Württemberg verzeichneten mit Zuwachsraten von 3,8 bzw. 3,6 Prozent die höchsten Steigerungen, bedingt durch erhöhte Investitionen in die Infrastruktur. Ostdeutsche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wiesen dagegen geringere Anstiege von 2,5 und 2,7 Prozent auf, was auf schrumpfende Bevölkerungszahlen und Sparmaßnahmen zurückzuführen ist.

Auch therapeutische Behandlungen trieben die Kosten in die Höhe: Hier stiegen die Ausgaben um 10,4 Prozent – das dritte Jahr in Folge mit zweistelligem Wachstum. Die Aufwendungen für medizinische Pflege erhöhten sich ebenfalls deutlich um 12,6 Prozent und lagen damit weit über dem langjährigen Trend. Die Ausgaben für Rehabilitationsmaßnahmen wuchsen um 10 Prozent und setzten so die Reihe starker jährlicher Steigerungen seit 2020 fort.

Im ambulanten Bereich kletterten die Kosten um 7,6 Prozent – deutlich über den bisherigen Durchschnittswerten –, während die Arzneimittelausgaben um 5,9 Prozent stiegen. Die Transportkosten, angetrieben durch Rettungsdienst und Luftrettung, erhöhten sich um 8,9 Prozent.

Trotz des Ausgabenanstiegs stiegen die Beitragseinnahmen lediglich um 5,3 Prozent. Diese Diskrepanz führte zu einem Fehlbetrag im Gesundheitsfonds und belastet das System damit ein weiteres Jahr finanziell.

Die Zahlen für 2025 unterstreichen einen anhaltenden Trend: Die Gesundheitskosten steigen deutlich schneller als die zur Verfügung stehenden Mittel. Da Krankenhaus-, Therapie- und Transportausgaben das Einnahmenwachstum übertreffen, steht das System weiterhin unter erheblichem Finanzdruck. Das Defizit verdeutlicht die Herausforderung, die wachsende Nachfrage mit begrenzten Einnahmen in Einklang zu bringen.

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