21 March 2026, 20:29

Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Demokratie beendete

Detailiertes altes Stadtplan von Potsdam, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Text oben und unten.

In der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Demokratie beendete

Der "Tag von Potsdam" am 21. März 1933 markierte einen Wendepunkt der deutschen Geschichte. Er symbolisierte den Übergang von der Weimarer Republik zur nationalsozialistischen Herrschaft. Die Veranstaltung in der Garnisonkirche umfasste den inzwischen berüchtigten Händedruck zwischen Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg – ein Moment, der bis heute im gesamten Land in Erinnerung bleibt.

Bereits vor diesem Tag hatten entscheidende Ereignisse den Weg für die Machtübernahme der Nationalsozialisten geebnet. Hitler war am 30. Januar 1933 von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt worden. Dann führte der Reichstagsbrand in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar zur "Reichstagsbrandverordnung", die grundlegende Bürgerrechte außer Kraft setzte. Nur wenige Tage später ermöglichte das Ermächtigungsgesetz vom 23. März Hitler die Ausübung uneingeschränkter Diktaturgewalt.

Der "Tag von Potsdam" selbst war eine inszenierte Demonstration. Die Feierlichkeiten in der Garnisonkirche sollten die NS-Herrschaft als Fortführung der kaiserlichen Tradition Deutschlands darstellen. Der Händedruck zwischen Hitler und Hindenburg wurde zu einem prägenden Bild – er unterstrich den scheinbaren Schulterschluss zwischen der alten konservativen Elite und dem neuen Regime.

Heute dient der Ort auch der Mahnung. Gedenkveranstaltungen in der Garnisonkirche erinnern mittlerweile an die Opfer der NS-Zeit. Das Datum bleibt eine eindringliche Mahnung dafür, wie schnell eine Demokratie zerbrechen kann.

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Der "Tag von Potsdam" gilt heute als Geburtsstunde des "Dritten Reiches". Er stand für den endgültigen Schritt vom labilen demokratischen System in die Diktatur. Die Ereignisse des frühen Jahres 1933 – von Hitlers Ernennung bis zum Ermächtigungsgesetz – zeigen, wie rasant politische Strukturen kollabieren können.

Quelle