Kemptens CSU-Ära endet nach 28 Jahren mit klarem Wahlsieg der Freien Wähler
Franjo HandeKemptens CSU-Ära endet nach 28 Jahren mit klarem Wahlsieg der Freien Wähler
Kemptens jahrzehntelange CSU-Führung endet nach 30 Jahren
Christian Schoch von den Freien Wählern hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Kempten mit 55 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Das Ergebnis markiert einen deutlichen Einschnitt in der politischen Landschaft der Stadt.
Die CSU hatte das Kemptener Rathaus 1996 erstmals übernommen, als Ulrich Netzer den damals regierenden SPD-Kandidaten besiegte. Netzer führte die Stadt bis 2014, bevor er das Amt an Thomas Kiechle übergab – den Sohn des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle.
Kiechle regierte zwei Amtszeiten lang, verlor jedoch nun seinen Wiederwahlversuch in der Stichwahl. Sein Herausforderer Christian Schoch setzte sich mit 55 Prozent klar durch, während Kiechle auf 45 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent und zeigte eine moderate Bürgerbeteiligung.
Mit dem Wahlergebnis verliert die CSU nach 28 Jahren erstmals wieder das Bürgermeisteramt in Kempten. Christian Schoch wird nun als neuer Stadtoberhaupt die Geschicke der Stadt lenken. Die Übergabe beendet drei Jahrzehnte durchgehender CSU-Regentschaft.






