28 March 2026, 20:32

Gifhorner Windmühle droht der Verfall – 280.000 Euro sollen sie retten

Alter Industriebau mit zentralem Metallgerüst, verrosteten Wänden und zerfallendem Boden, umgeben von Eisenstangen, Treppen und Fenstern.

Gifhorner Windmühle droht der Verfall – 280.000 Euro sollen sie retten

Die Viktoria-Holland-Windmühle im Gifhorner Mühlenmuseum droht bei weiterer Verzögerung der Sanierung schwere Schäden zu nehmen. Das 1898 erbaute historische Bauwerk leidet unter jahrelanger Vernachlässigung: Holzschädlinge, bröckelige Dachziegel und Probleme mit dem Fundament gefährden mittlerweile seine Standfestigkeit. Wie Stadtvertreter warnen, werden die Reparaturkosten ohne sofortiges Handeln stark ansteigen – und das Schicksal des Gebäudes könnte auf dem Spiel stehen.

Die Windmühle, ursprünglich 1898 im Harz in Hahnenklee errichtet, diente bis in die 1950er-Jahre als Getreidemühle. Nach ihrer Stilllegung erwarb die Stadt Gifhorn das stark verfallene Bauwerk 1986. Private Eigentümer hatten in den 1970er-Jahren zwar Teilrestaurierungen vorgenommen, doch diese beschränkten sich auf grundlegende statische Maßnahmen und konnten langfristige Probleme wie Setzrisse im Fundament oder Schäden an den Mühlenflügeln nicht verhindern.

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Aktuelle Gutachten zeigen umfangreiche Verfallserscheinungen: Tragbalken sind ausgehöhlt, Dachabschnitte verrottet. Die Stadtverwaltung führt die Schäden auf jahrelange Vernachlässigung und die natürliche Alterung der Baumaterialien zurück. Verschärft wird die Lage dadurch, dass die betreibende Museumsgesellschaft wegen Insolvenz und strafrechtlicher Ermittlungen keine privaten Mittel für die Sanierung aufbringen kann.

Als Reaktion schlägt die Gifhorner Stadtverwaltung nun die Bereitstellung von 280.000 Euro für dringende Sicherungsarbeiten vor. Das Vorhaben soll das Gebäude stabilisieren und weiteren Verfall stoppen. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung über die Mittel entscheiden – die Verantwortlichen betonen, dass ein öffentliches Eingreifen unverzichtbar sei, um die Zukunft der Mühle zu sichern.

Die geplanten 280.000 Euro sollen akute Schäden beheben und den fortschreitenden Verfall aufhalten. Bei einer Bewilligung würden die Gelder zunächst die dringendsten strukturellen Risiken beseitigen und so teurere Folgekosten verhindern. Die Stadt sieht ihre Intervention als notwendig an, um ein Bauwerk von hohem öffentlichem Interesse zu erhalten.

Quelle