15 March 2026, 06:32

Freizeitjagd und Angeln in Deutschland bleiben trotz PETA-Kritik erlaubt

Ein Schwarzweißbild einer Gruppe von Menschen, einige auf Pferden, mit einer Fahne im Hintergrund und Text unten mit der Aufschrift "Indians in Florida jagen mit Bluthunden".

Freizeitjagd und Angeln in Deutschland bleiben trotz PETA-Kritik erlaubt

Stand März 2026 hat kein deutsches Bundesland Gesetze verabschiedet, die Freizeitjagd oder Angeln einschränken oder verbieten. Zwar gab es in Regionen wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Diskussionen über mögliche Regulierungen, doch bleiben Vorschläge von Umweltschutzverbänden bislang unverbindlich. Die Tierrechtsorganisation PETA setzt sich unterdessen weiterhin für ein Ende beider Praktiken ein und bezeichnet sie als ethisch nicht vertretbar und ökologisch überflüssig.

PETA argumentiert seit Langem, dass die Jagd Tierpopulationen in ihren sozialen Strukturen stört, unnötiges Leid verursacht und sogar die Fortpflanzungsraten wildlebender Arten steigern kann. Die Organisation weist darauf hin, dass Hobbyjäger in Deutschland jährlich über fünf Millionen Wildtiere – sowie rund 200.000 Katzen – allein aus sportlichen Gründen töten.

Auch das Angeln wird von PETA als grausam kritisiert. Studien zufolge seien Fische fühlende Wesen, die Schmerzen empfinden und sich sogar im Spiegel erkennen könnten. Laut der Organisation verletzen Angler jährlich Millionen von Fischen mit Haken, was zu langem Leiden und einem langsamen Erstickungstod führe. Peter Höffken, Sprecher von PETA, betont, dass weder Jagd noch Angeln einem ökologischen Zweck dienten und beide Praktiken jede ethische Rechtfertigung entbehrten.

Trotz Petitionen und ökologischen Forderungen von Verbänden wie dem NABU gab es bisher weder auf Bundes- noch auf Landesebene konkrete gesetzliche Schritte. PETA warnt die Öffentlichkeit, dass alle, die Tiere respektieren, sich nicht an Jagd- oder Anglevents beteiligen oder diese unterstützen sollten.

Die Debatte um Freizeitjagd und Angeln in Deutschland bleibt damit ungelöst – rechtliche Beschränkungen gibt es nicht. PETAs Kampagne gegen beide Aktivitäten hält an, mit Verweis auf Tierleid und ökologische Bedenken. Vorerst bleiben Jagd und Angeln in allen Bundesländern erlaubt.

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