05 April 2026, 00:33

Ein Halbmarathon für Sea-Watch: Freundschaft, Spenden und Berliner Rituale

Plakat, das den New York City Marathon am Sonntag, den 6. November, mit dem Text 'j-1s unterstützt NYC Marathon' und dem Logo des Events bewirbt.

Ein Halbmarathon für Sea-Watch: Freundschaft, Spenden und Berliner Rituale

Jedes Jahr reist E. nach Berlin, um am Marathon teilzunehmen – und macht aus dem Rennen ein Wiedersehen mit Freunden. Diesmal läuft sie zum sechsten Mal den Berlin-Halbmarathon, um Spenden für Sea-Watch zu sammeln. Während sie sich auf der Flughafenstraße aufwärmt, vibrieren die vertrauten Straßen der Stadt vor Vorfreude – nicht nur auf das Rennen, sondern auf die gemeinsamen Mahlzeiten und Geschichten, die folgen werden.

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Der Morgen beginnt damit, dass E. eine dünne rote Jacke überzieht, ein Geschenk des Autors, das sie vor der morgendlichen Kälhe schützen soll. Leichtfüßig, aber müde bewegt sie sich, bereit für den nächsten Lauf. Später werden ihre Freunde für sie kochen und ihren Erzählungen über die zurückliegenden Kilometer lauschen.

Anderswo schlendert der Autor die Reuterstraße entlang, Musik in den Ohren. Er stellt sich vor, neben E. zu laufen, spürt eine stille Verbundenheit mit ihrer Entschlossenheit. Das Rennen selbst ist nur ein Teil des Rituals – danach picknicken sie auf dem Tempelhofer Feld oder versammeln sich in E.s Wohnung, wo die Anstrengung des Marathonlaufs in Gelächter und geteilte Teller übergeht.

Im Hintergrund ziehen sich Fragmente von Liedern durch den Text: Björks Stimme, zart wie ein Vogel, in einem Video über das Berghain; Rosalías leidenschaftliches Bekenntnis: "Mein Zorn ist ihr Zorn, ihre Liebe ist meine Liebe, ihr Blut ist mein Blut." Die Worte verweben sich mit dem Tag, ein Soundtrack für die Stadt und die Menschen, die sich durch sie bewegen.

E.s sechster Halbmarathon für Sea-Watch endet wie immer – mit Erschöpfung, mit Essen, mit Freunden. Das gesammelte Geld wird die Arbeit der Organisation unterstützen, während die rote Jacke, die Geschichten und die Mahlzeiten ein weiteres Jahr mit den vorherigen verknüpfen. Das Rennen ist vorbei, doch das Wiedersehen bleibt, eine kleine Tradition, eingewoben in das Geflecht der Stadt.

Quelle