Dinkçis Tor für Heidenheim wird zum Hoffnungssymbol für Leukämie-Patientin
Grzegorz LoosDinkçis Tor für Heidenheim wird zum Hoffnungssymbol für Leukämie-Patientin
Eren Dinkçi trifft für Heidenheim – und setzt ein Zeichen für seine an Leukämie erkrankte Freundin
Eren Dinkçi erzielte am Samstag ein entscheidendes Tor für den 1. FC Heidenheim beim 2:0-Sieg in der Bundesliga gegen den FC St. Pauli. Der 22-jährige Flügelspieler widmete diesen besonderen Moment seiner Freundin Cinja, die gegen Leukämie kämpft. Seine emotionale Jubelgeste lenkte weltweit die Aufmerksamkeit auf ihren Kampf und den dringenden Bedarf an Stammzellspendern.
Der Sieg verschaffte Heidenheim vorerst Luft im Abstiegskampf und sichert dem Verein zumindest für eine weitere Woche den Klassenerhalt in der Bundesliga. Zwar steht die Mannschaft weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, doch der Erfolg war ein seltener Lichtblick in einer schwierigen Saison.
Dinkçis Tor hatte jedoch eine weit tiefere Bedeutung. Seine Freundin Cinja könnte im Rahmen ihrer Behandlung eine Stammzelltransplantation benötigen. Das Paar betont immer wieder, dass es mit ihrer öffentlichen Kampagne nicht nur um ihre eigene Hilfe geht, sondern auch darum, das Bewusstsein für andere Menschen mit Blutkrebs oder -erkrankungen zu schärfen.
Vor dem Spiel arbeitete Heidenheim mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs, zusammen, um Fans zur Registrierung als potenzielle Stammzellspender zu motivieren. Bereits beim vorherigen Auswärtsspiel in Freiburg hatten sich 688 Menschen als mögliche Spender registriert. Trainer Frank Schmidt lobte später Dinkçis Wirkung und hob hervor, wie sehr die Geschichte weit über den Fußball hinaus Resonanz gefunden habe.
Nach seinem Treffer deutete Dinkçi zum Himmel und hielt ein Trikot mit Cinjas Namen hoch. Später sagte er, er hoffe, dass das Tor ihr in ihrer schwierigen Zeit Freude und Kraft gebe.
Der Sieg bringt Heidenheim eine kurze Verschnaufpause im Kampf gegen den Abstieg. Doch Dinkçis Tor wirkt bereits weit über den Platz hinaus: Hunderte neue Spender haben sich registriert – und geben damit Patienten wie Cinja, die auf passende Stammzellspenden angewiesen sind, neue Hoffnung.






