21 March 2026, 22:26

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne und gegen Personalnot

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne und gegen Personalnot

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf eine große Protestaktion am 23. März vor. Sie werden ihre Apotheken schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Die Aktion ist der Höhepunkt jahrelanger Frustration über stagnierende Gehälter und Personalmangel in der Branche.

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Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird an den Demonstrationen teilnehmen. Er hat die Krankenkassen offen kritisiert, weil diese die Löhne einfrieren, während sie ihren eigenen Führungskräften hohe Gehälter zahlen. Laut Fehske verschärft diese Ungleichheit den Fachkräftemangel in den Apotheken.

Fehske hinterfragte zudem den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) zu Gehaltsverhandlungen für Mitarbeiter der AOK. Er schätzte, dass eine Lohnerhöhung von 7 Prozent für die Beschäftigten des größten öffentlichen Versicherers die Versicherten etwa 250 Millionen Euro pro Jahr kosten könnte. Sein Antrag, ein Foto als Protestplakat zu nutzen, wurde vom Verband abgelehnt – ohne dass auf seine grundsätzlichen Bedenken eingegangen wurde.

Die Proteste richten sich nicht gegen die Regierung oder Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), sondern gezielt gegen die Krankenkassen, die die Budgets der Apotheken kürzen, während sie die eigenen Gehälter schützen. Details der letzten Gehaltsreform für Apothekenmitarbeiter sind weiterhin unklar, was Vergleiche zwischen früheren und aktuellen Einkommen erschwert.

Die bundesweiten Schließungen am 23. März werden ein seltenes Zeichen der Einheit unter den Apothekern setzen. Sie fordern eine fairere Bezahlung und ein Ende dessen, was sie als ungerechte Sparmaßnahmen empfinden. Das Ergebnis könnte sowohl die Personalsituation als auch künftige Verhandlungen mit den Kassen beeinflussen.

Quelle