Chaos und Gewalt beim Osnabrück-Hertha-Spiel: Fans stürmen Stadion, Polizei greift ein
Magdalena HertrampfChaos und Gewalt beim Osnabrück-Hertha-Spiel: Fans stürmen Stadion, Polizei greift ein
Ausschreitungen vor und nach dem Zweitliga-Spiel zwischen VfL Osnabrück und Hertha BSC
Vor und nach dem letzten Zweitliga-Spiel des VfL Osnabrück gegen Hertha BSC am Sonntag, dem 19. Mai 2024, kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Fans gerieten mit Sicherheitskräften und der Polizei aneinander, wobei es Verletzte und Festnahmen gab. Das Spiel selbst fand wie geplant vor ausverkauftem Haus statt, nachdem ein Gericht in letzter Minute die Sperre für Zuschauer aufgehoben hatte.
Die ersten Zwischenfälle begannen bereits um 14:10 Uhr, als eine Gruppe von Hertha-Anhängern versuchte, das Stadion Bremer Brücke in Osnabrück im Rahmen eines sogenannten Blocksturms gewaltsam zu stürmen. Sicherheitskräfte und Polizisten griffen ein, wobei mindestens vier Sicherheitsmitarbeiter leichte Verletzungen erlitten. Die Behörden stuften den Vorfall später als schweren Verstoß gegen die öffentliche Ordnung ein.
Die Hertha-Fans waren in großer Zahl angereist – per Deutsche Bahn, mit Sonderbussen und Privatfahrzeugen. Sieben Busse waren von Ultra-Gruppen organisiert worden. Nach dem Spiel kam es erneut zu Spannungen, als Anhänger auf die Spieler trafen. Bei der Begegnung warfen Fans Becher und Flaschen nach der Polizei, wobei ein Beamter verletzt wurde.
Ein Verdächtiger wurde vorläufig festgenommen, was zu weiteren Angriffen auf die Einsatzkräfte führte. Die Polizei setzte Zwangsmaßnahmen ein, um die Lage zu beruhigen. Auf der Rückfahrt wurde die Scheibe eines Pendelbusses eingeschlagen, zudem stahlen Unbekannte einem Fahrgast eine Kamera.
Das Spiel selbst hatte wie vorgesehen um 15:30 Uhr stattgefunden, nachdem ein zuvor verhängtes Zuschauerverbot durch eine gerichtliche Entscheidung aufgehoben worden war. Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen noch – unter anderem wird Videomaterial ausgewertet, und es werden weitere Anklagen erwartet. Die Behörden werten weiterhin Aufnahmen aus und nehmen Zeugenaussagen auf. Gegen mehrere Personen wurden bereits Verfahren wegen der Gewalttaten eingeleitet. Die Vorfälle werfen Fragen zum Fanverhalten im Vorfeld künftiger Begegnungen beider Vereine auf.






