Berlin feiert Meistertitel in vier Sportarten – nur der Fußball bleibt stumm
Magdalena HertrampfBerlin feiert Meistertitel in vier Sportarten – nur der Fußball bleibt stumm
Berlin dominiert den deutschen Sport – nur nicht im Fußball. In dieser Saison haben Teams aus der Hauptstadt Titel im Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey geholt. Doch im Fußball bleibt der große Erfolg aus: Der letzte Meistertitel liegt bereits 95 Jahre zurück.
Die BR Volleys sicherten sich in Lüneburg ihren zehnten Männer-Volleyball-Meistertitel in Folge. Eine kleine, aber lautstarke Gruppe von etwa 50 mitgereisten Fans feuerte sie an. Der Sieg verlängert Berlins ungebrochene Vorherrschaft in dieser Sportart.
Auf dem Handballparkett erreichten die Füchse Berlin das Halbfinale der Champions League. Unterdessen bereitet sich Alba Berlin in der Basketball-Bundesliga auf die Playoffs vor. Im Eishockey holte das Hauptstadtteam zum fünften Mal in sechs Jahren die deutsche Meisterschaft.
Im Fußball sieht die Bilanz anders aus: Union Berlin entging nach dem Remis von Wolfsburg in Freiburg zwar dem Abstieg, doch von einem Triumph kann keine Rede sein. Hertha BSC wird vorerst nicht in die erste Liga zurückkehren. Der letzte Meistertitel einer Berliner Mannschaft datiert aus dem Jahr 1931 – eine Durststrecke, die nun fast ein Jahrhundert währt.
Experten sehen einen gemeinsamen Nenner für Berlins Erfolge in anderen Sportarten: stabile Führungsstrukturen. Während der Fußball mit Turbulenzen kämpft, profitieren andere Teams von kontinuierlichem Management.
Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey – in all diesen Disziplinen stellen Berliner Mannschaften die Maßstäbe. Ihre wiederholten Triumphe unterstreichen die sportliche Stärke der Stadt. Doch im Fußball dauert das Warten auf den nächsten Titel an – nun schon im 96. Jahr.






