23 March 2026, 19:06

Bergisch Gladbachs Haushaltsstreit: CDU fordert Sparen statt Personalaufwuchs für 2026

Eine Liniengrafik, die die Konfliktmilderungsfinanzierung in Sudan zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bergisch Gladbachs Haushaltsstreit: CDU fordert Sparen statt Personalaufwuchs für 2026

Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach im Fokus: CDU, SPD und Grüne ringen um Finanzplan 2026

In Bergisch Gladbach stehen die Haushaltsberatungen im Mittelpunkt, da CDU, SPD und Grüne in die Verhandlungen über den Finanzplan der Stadt für 2026 eintreten. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Michael Metten, hat die Prioritäten seiner Partei dargelegt und dabei mögliche Einsparpotenziale sowie Effizienzsteigerungen hervorgehoben. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund wachsender finanzieller Belastungen statt – die Stadt sieht sich in mehreren Bereichen vor erhebliche Herausforderungen gestellt.

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Der von Bürgermeister Marcel Kreutz vorgelegte Haushaltsentwurf sieht eine deutliche Ausweitung der Verwaltungsstellen vor. Die Zahl der Beschäftigten soll von 1.187 auf 1.528 steigen – ein Plus von 29 Prozent innerhalb von sechs Jahren –, wobei die genauen Zahlen für die neuen Positionen noch nicht feststehen. Metten kritisierte diesen Personalaufwuchs und verwies insbesondere auf Stellen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media, wo seiner Meinung nach Einsparungen möglich wären.

Die CDU, die im Stadtrat die stärkste Fraktion stellt, drängt auf strengere Kontrollen bei den Personalkosten. Statt die Verwaltung auszubauen, will die Partei Ressourcen umschichten – etwa für Baufachleute und Genehmigungsbehörden, um Schlüsselprojekte zu beschleunigen. Zudem schlägt sie vor, künstliche Intelligenz einzusetzen, um die Effizienz in der Kommunalverwaltung zu steigern und Kosten zu senken.

Trotz unterschiedlicher Auffassungen in der Haushaltsfrage bezeichnete Metten das Arbeitsverhältnis zu Kreutz als kollegial. Er betonte jedoch, dass selbst bei einer Einigung mit SPD und Grünen keine formelle Koalition oder langfristige Zusammenarbeit angestrebt werde. Die CDU konzentriert sich weiterhin auf Schulen, die Straßeninfrastruktur und das Entwicklungsgebiet Zanders – Bereiche, die sie als entscheidend für die Zukunft der Stadt ansieht.

Ein zentraler Streitpunkt ist die Grundsteuer. Während der Bürgermeister eine Erhöhung um 100 Punkte vorschlägt, setzt sich die CDU für einen moderateren Anstieg um 25 Punkte ein, um Einnahmeausfälle auszugleichen. Die Verhandlungen gestalten sich zusätzlich schwierig, da es keine regierende Koalition gibt und jede Entscheidung einzeln ausgehandelt werden muss.

Die Haushaltsdebatten spiegeln die angespannte finanzielle Lage Bergisch Gladbachs wider. Die CDU strebt an, Sparmaßnahmen mit gezielten Investitionen in Einklang zu bringen. Sollte eine Einigung gelingen, würde sie die Ausgabenprioritäten der Stadt für das kommende Jahr festlegen – ohne jedoch auf eine tiefgreifende politische Annäherung hinzuweisen. Das Ergebnis wird zeigen, wie der Rat die drängendsten Probleme angeht, von der Infrastruktur bis zur Steuerpolitik.

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