27 April 2026, 02:32

20-Milliarden-Lücke im Bundeshaushalt 2027: Wo die Ampel jetzt sparen will

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts in der Bundesrepublik Deutschland, der detaillierte Layout- und Textanmerkungen zeigt.

20-Milliarden-Lücke im Bundeshaushalt 2027: Wo die Ampel jetzt sparen will

Deutschlands Bundeshaushalt 2027 steht vor einer Finanzlücke von über 20 Milliarden Euro

Die Deckungslücke entsteht, während die prognostizierten Defizite der Folgejahre auf mehr als 60 Milliarden Euro anwachsen. Nun beraten Beamte und Politiker, wo vor der Abstimmung des Bundestags über die Ausgaben im November Einsparungen vorgenommen werden können.

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Carsten Middelberg, Stellvertreter des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, schlug vor, die Personalstärke in allen Bundesministerien um acht Prozent zu reduzieren. Zudem regte er an, diese Kürzungen auf sämtliche bundesfinanzierte Einrichtungen auszudehnen – darunter fallen zahlreiche Forschungszentren, Stiftungen und politische Gremien.

Subventionen geraten zunehmend in den Fokus der Sparmaßnahmen. In den vergangenen sieben Jahren stiegen die Ausgaben in diesem Bereich von 8,3 Milliarden auf 59,5 Milliarden Euro an. Middelberg plädierte für eine schrittweise Verringerung der Fördersätze und -volumina, um die Effizienz zu steigern. Die Subventionen fließen derzeit in Projekte zum Klimaschutz, zur Dekarbonisierung von Verkehr und Gebäuden, in die Wasserstoffinfrastruktur sowie in den sozialen Wohnungsbau.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird die finalen Haushaltsrahmen für 2027 am kommenden Mittwoch dem Kabinett vorlegen. Die endgültige Entscheidung über die Ausgaben trifft der Bundestag dann im November.

Die geplanten Kürzungen zielen darauf ab, die wachsende Finanzlücke der kommenden Jahre zu schließen. Sollten die Personalabbau- und Subventionskürzungen beschlossen werden, hätte dies weitreichende Folgen für die Förderung in zahlreichen Bereichen. Die letzte Instanz bleibt jedoch das Parlament im Herbst.

Quelle