Zwei Männer wegen sexueller Belästigung einer Polizistin in Hannover angeklagt
Franjo HandeSchützen küssen Polizistin - Prozess wegen Belästigung - Zwei Männer wegen sexueller Belästigung einer Polizistin in Hannover angeklagt
Zwei Männer im Alter von 44 und 34 Jahren müssen sich wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung einer Polizistin während des traditionellen Schützenfestumzugs in Hannover vor Gericht verantworten. Die Tat soll sich am 6. Juli 2025 ereignet haben, als die Veranstaltung mit Rekordbesucherzahlen stattfand. Der Prozess beginnt am 29. Januar, nachdem beide Angeklagten gegen Strafbefehle Widerspruch eingelegt hatten.
Der Vorfall ereignete sich beim Hannoveraner Schützenausmarsch, einem Höhepunkt des größten Schützenfestes der Welt. Während der Umzug im vergangenen Jahr etwa 180.000 Zuschauer anzog, lockte die diesjährige Ausgabe rund 800.000 Besucher an – etwa 150.000 mehr als 2024.
Den Männern wird vorgeworfen, der Beamtin in den Oberarm gegriffen und sie an den Mundwinkeln auf beide Wangen geküsst zu haben. Die Polizistin beschrieb die Situation später als „emotional überwältigend“. Aus den Gerichtsakten gehen nur die Altersangaben der Angeklagten und das Tatdatum hervor; ihre Namen werden nicht genannt. Für die anstehende Verhandlung wurden vierzehn Zeugen geladen.
Der Prozess folgt auf die Einsprüche der Männer gegen die ursprünglichen Strafbefehle. Das Urteil wird klären, ob ihr Verhalten nach deutschem Recht als sexuelle Belästigung zu werten ist. Der Fall wirft ein Licht auf die Herausforderungen, denen Einsatzkräfte bei Großveranstaltungen gegenüberstehen.






